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Erster Blatt
(66. Jahrgang
Dienstag, (8. April (9(6
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderhesjen
Rotationstzruck und Verlag der Brühl'schen Ilnio.-Buch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei - Schulstr. 7. B°ckIm,"mnE-ß°n
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Ein Vertrauensvotum für das italienische Kabinett.
Grobes Hauptquartier. 17. April.
Westlicher Kriegsschauplatz.
An der Front kerne Ereignisse von besonderer Bedeutung.
*
/Hegend von Pervyse (Flandern) wurde ein ut ’VfÖSeuö durch unsere Abwehrgeschütze dicht hin- Absturz gebracht und durch Ar- zerstört. — Oberleutnant Berthold schoß nordwestlich von Peronne sein fünftes feindliches en g einen englischen Dopveldecker, ab. Der Führer desselben ist tot, der Beobachter schwer verwundet.
~ m festlicher Kriegsschauplatz.
loutJt** C J X remen im Brückenkopf von Dünaburg lebhaftere Tätigkeit.
Baltan-Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
O b e r st e Heeresleitung.
* . *
Die Rede Sonninos, deren ersten Teil wir gestern .mitgeteilt haben, ist in der Kammer mit großer Mehrheit ,,gebilligt" worden, und das heißt so viel, daß die Italiener sich ihrer schlechten kriegspolitischen Ernteaus- Nchten wohl bewußt sind. Das Ministerium Salandra hat *° ct * cr getan, als auf den stürmischen Wogen der Bolksstimmung dem Staatsschiff die Kriegssegeln gezogen;
7 1 . 1 * glänzender Beredsamkeit und mit der Pose geschehen, die dem südländischen Temperament entspricht. Daß das gelobte und zu „befreiende" Land nicht erreicht worden rst wer ist daran schuld? Diese Frage hat das italienische Parlament vorgestern nicht beantwortet, und wcntt sie einst gestellt wird, werden wohl auch Salandra und Sonnino ihr Bündel schnüren müssen. Einstweilen heißt es, so gehen die Gedanken in der Kammer um, den Mut und das Vertrauen nicht zu verlieren; vielleicht siegen die Franzosen ja wirklich noch einmal vor Verdun, vielleicht gelingt es den Eng- lärchern. die Deutschen aus Belgien zu vertreiben und vielleicht hat gar der Zar noch die Kraft, seinen Uebcrwinder wieder über die alten Grenzen zurückzutreiben. Solange die einheitliche Auffassung der Entente diese Hoffnungen noch nicht aufgegeben hat, darf das italienische Parlament nicht wider den Stachel löken. Aber Sonnino ist ein guter Stimmungskünstler. Er wußte genau, dcrß er nicht zu viel sagen und versprechen durfte und daß es gilt, langsam auch auf etwaige Enttäuschungen vorzubereiten. Seine Rede klang gar nicht kriegerisch, auch die Schlußteile trugen den Charakter der Mattigkeit und Kälte. Es war ein auf Unvermeidliches gebeugter Realismus, der auch nicht die leichteste Abschwenkung ins phantastische Reich D'Annunzios sich erlaubte. Hätte Cadorna nur irgendwelche Erfolge erkämpft, wie. anders würde der Minister in der Kammer die nationale Leidenschaftlichkeit angefacht haben. So sprach er nur sehr- bescheiden davon, wie Italien mit der Entente „nicht für ein Zeitalter des Hasses und einseitiger Oberherrschaft, sondern für Gerechtigkeit und Freiheit aller Völker" kämpfen wolle. Auch fügte Sonnino den düsteren Satz hinzu: „Wir haben zweifellos noch die härtesten Proben zu bestehen." Das Leitmotiv der Rede war Resignation, nicht Siegesgewißheit. Und auch in den Weiii der wirtschaftspolitischen Pläne, die England der demiiächstigen Pariser Konferenz anftisch-en will, goß Sonnino einen guten Schluck Wassers. Wirtschaftliche Maßnahmen für die Zeit nach dem Kriege begegnen bei ihn: sehr vielsagenden Vorbehalten. Sie müßten, so erklärte er, der Erwägung jeder Regierung und jedes Parlamentes .Unterbreitet werden. .
Ist somit das heutige Italien ein anderes als das des vorigen Jahres, da es den Krieg begann^ so dürfen wir nach den Feststellungen wachsender Erkenntnis in den feindlichen Ländern des Westens und Südens auch einen prüfenden Blick nach dem Osten werfen. Auch dort bieten sich ihm ähnliche Wahrnehmungen. Wie in London, so macht sich auch in Petersburg ein Alpdruck über das Versagen der wirtschaftspolitischen Waffen geltend. Wir dürfen uns bei dieser Beobachtung ans das bedeutendste deutschfeindliche Blatt, die bekannte „Nowoje W rem ja" stützen, in der Men- schikow eine ziemlich rückhaltlose und offene Kritik an den Kriegsereignissen übt. An der Spitze dieser Kritik steht die ehrliche Bewunderung der deutschen Kriegsleistung auf wirtschaftlichem Gebiet. Wir entnehmen der' „Köln. Ztg." folgende Wiedergabe der Ausfiihrungen Menschikows:
Menschilow erinnert daran, wie die Russen seit Jahrhunderten die Deutschen als Lehrer und Vorbild zu betrachten gewohnt gewesen seien, weil jede Frage, die in Rußland anftauchtc, bereits
von den Deutschen untersucht, erheblich besser durchdacht mch _
iob gut oder schlecht — bereits gelöst und entschieden gewesen sei. Insbesondere ans landwirtschaftlichem Gebiete sei dieser Vorsprung von jeher zu beobachten gewesen. In Deutschland habe der mittlere Ertrag auf den: Hektar in Doppelzentnern bei Weizen 23,6, in Rußland 9,l, bei Roggen 19,1, in Rußland 8,5, bei Gerste 22,2, in Rußland 9,9, bei Hafer 21,9 (gegen 9,4) und bei Kartoffeln endlick 158,6, in Rußland 74,4 betragen. Aber nicht nur den russischen Ackerbau, den „barbarischsten in ganz Europa", habe Dcntsckland übertroffen, sondern auch den in allen Zandern kontinentalen Staaten: Frankreich, Italien,
O c.st e r r e i ck und Ungar n. In Friedenszeiten sei trotzdem Deutschland niemals in der Lage gewesen, sich mit eigenem Getreide zu ernähren, das in der Regel nur auf 9 Monate gelangt! lxrbe. „Wie kommt es nun, daß Deutschland bereits den 20. Monat Krieg führt und doch das Gespenst der Hungersnot nicht ihm droht, sondern Rußland ?" Es sei nicht wahr, daß Deutschland ans den Krieg vollständig gerüstet gewesen sei, es sei genau ,o unfertig gewesen wie Rußland. Aber Deutschlands Unsertiglcit sei eine kleine, die russische eine große gewesen. Was Deutschland gerettet habe, sei die staunenswerte Fähigkeit eines
Volkes, nicht den Kops zu verlieren. Menschikow schildert nun das Mnze umfangreiche Gebiet unserer Kriegsorganisation, die wissenschaftliche und technisck)e Vorbereitung, die Stickstoffgewinnung aus der Luft, den knnstlick)en Ersatz der Futtermittel, die Ueberwindung des Arbeitermangels, die Ausnutzung der Abfälle, kurz die vollständige Un-bhängigmachung der deutschen Vieh-,ucht, wie überhaupt der deuhchen Volkswirtschaft von der ansländisckfen, zumal der russischen, Zufuhr. Er schildert die Viassenabschlachtung der Schweine, die er in lenem Augenblick durchaus als berechtigt bezeichnet, die Maßnahmen zur ^urch Haltung des Viehs, endlich die vom Bundesrat erlassenen Bestimmungen, die den haushälterischen Umgang mit den menschlichen Nahrungsmitteln verbürgten. M e n schi f ow quält die Angst, wie das schlecht organisierte und unorga n r sie r bare russische Reich den Ausfall an land- w r r t schia ft l i che r A n b a n fl ä ch e-e r t r a g e lt werde, den e s d u r ch die Wegnahme von Polen, Kurland nsw. erlitten habe. Die deutsche Organisation und die Intensität des deutschen Acker- und Gemüsebaues schildert er haiiptsächlich, ll,m öl? ^ c “ ten eigenen Landsleuten als Muster vorzuhalten, als cm Muster freilich, das schnell, sofort nachgeatzmt werden müsse.
Wachsende Einsicht unserer Feinde bringt uns dem Frieden näher. Die deutsche Methode im Felde und in der Heimat darf keinerlei Abschwächung erfahren, damit im Lager der Gegner sich nicht neue Hoffnungen aufrichten.
* *
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 17. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 17. April !916.
R u s s i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz.
Am oberen Sercth schlugen unsere Feldwachen einen ruftischen Vorstoß ab. Sonst nichts Neues.
Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Nichts von Bedeutung.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarfchalleutnant.
Die Rede 5onnmo§.
Rom, 16. April. (Schluß der gestern mitgeteilten Rein Svnnmos.) Soniuno sprach sodann von der durch die Haltung Griechenlands hervorgerufenen Besorgnis. Tie griechische Regierung zeige aber gegenwärtig, daß sie sich Rechenschaft ablege von den höherer: Interessen des Landes und daß sie sich der politischen und militärischen Notwendigreiten bewußt.sei, welche die Haltung der Verbündeten in Saloniki mnd auf Korfu geboten hatten. Italien wünsche aufrichtig, smit dem hellenischen Königreich die freundschaftlichen Beziehungen aufrecht zu erhalten, niid wrr haben das Vertrauen, «daß alle Fragen, die zwischen den ^rden, durch so fchöne und so alte Ueberliesernngen verbundenen Völkern auftauchen könnten, gelöst werden können in dem gemein wmen Interesse der guten und herzlichen Beziehungen der Nachbarschaft. ^re Beziehungen zu Rumänien bezeichnetc w» als herzlich, „eie werden geleitet von einer traditionellen Frenndfchaft, die der wohlverstaiidenen Schätzung der gemeinsamen Interessen und dem volkstümlichen und innigen Bewusstsein des Ursprungs beider entspricht. Die italienische Regierung vernachlässigt nichts, um ihre Beziehungen zu Rumänien rmmer herzlicher zu gestalten und ich bin glücklich, sestzustellen raß sich die Bukarests Regierung die Auftechterhaltnng dieser guten Beziehungen mit gleichen: Eifer angelegen sein läßt" Sonnino erwähnte sodann die russischen Erfolge in Klerna,:cn und an der Hauptsront, sonne den Eintritt Portugals :n den Kn eg und sprach von den guten Beziehungen, welche Italien und Rußland verbinden. Er erinnerte an den Besuch der französischen Minister und Asquiths in Rom und denjenigen der italieni- schen Vertreter in Paris. In den Besprechungen, die in Rom statt- ?bfunden haben, wurde d:e Notwendigkeit erkanM, die Bemühungen der Alliierten zu e:nem feileren Zusammenwirken zu bringen um zu e:ner wirksamen und vollständigen Einheit des Vorgehens zu gelangen. Deshalb beschloß nran in Rom eine vorbereitende Zusamnrenkunft der Vertreter der General st äbe in Chantilly und eine politische uiid militärische Besprechuna der Alliierten in Paris.
„o k°rt:Die Da ri s er Konferenz vom 27. nnd
Utc vor allem das C^sscbnrs. dav sie der allgemeinen of,entl,chcn Meinung den Be>vns eines engeren ZusaniineniMnsses :n dem Bündnis gab. Dieses moralische Ergebnis ist bestimmt unter den gegenwärtigen Umständen eine lvesmtliche praktische Wir- kling zu erzielen und bildet ein bemerkenswertes Elemeiit der Sicherheit und des Vertrauens. Während die verbündeten Regierunam den vollkommciren Einklang ihrer Anschauungen nnd ihrer Fiele zeigten, häben die Bevölkerungen daraus einen iieuen Antri'^entnommen, mit unerschntterlickter Zähigkeit ihre Anstrengungen und ihre Opfer fortzusetzen.
Inzwischen wendet sich die Anstnerksanikeit der Welt mit Bewunderung auf vic Heldentaten der französischen Armee vor Verdun. Man kann nunmehr versichern, vaß d:e Schlacht von Verdun emen bemerkenswerten Ersola für Frankreich bildet, weil der Feind in seinem Ueberraschunas- angrifs !e:n Hauptziel verfehlte, nämlich, in Frankreich und in den verbündeten und neutralen Ländern eine Belvegnng der Niedergeschlagenheit und Entmutigung hervorzurufen Fiel
wird nicht erreicht werden, dank den: glänzenden Widerstand der französi,chen Truppen. Die öffentliche Stimmung in Frankreich uno den verbündeten Landern zeigt sich> fest in dem Kampf und vertraut aus den Sieg. Die Lage der französischen Front, sowie die ruftifchcn Erfolge tu Armenien nnd an der Hauptfront ver- volfttändigen nnd bestärkeii die moralische Wirkung, die von der Pariser Konferenz ausgeht. Hinsichltlich der aus der Kmifermz abgeschlossenen besondere:: Abmachungen könnte ich nicht in eingehende Einzelheiten eintreten, aiis d'enei: die YZ-egner Nutzen ziehen. Es genügt hervorzuhcben, daß diese Konferenz seitlich d:e bereits :m Loiidoner Abkomnie:: vom November verkiindela vollkommene Solidarität der Alliierten bestätigte Die Pariser Koiiferenz löste melwere wesentliche Fragen, die' bereüs der >Ocf- fentlichkelt Mit geteilt wurden. Diese Konferenz sicherte die Einheitlichkeit der urilitärftchen Aktion auf einer einzigei: Front dankt denk zivischen der: G-eiveralstäbcn abgeschlossenen' Abkoinmei! und )cdjrcrte gleichfalls die Einheitlichkeit der diplvmatischeii Aktion.
Um auf dem wirtsck östlichen Gebiet die Solidarität der Zicke und Interessen zu verwirklichen, beschlossen die Mliierten, eine w i r t sch a f t l i ch e Konferenz, die demnächst in Paris zu-
saminentreten soll, damit zu beauftragen, die geeignetsten Maßregeln zur Erreichung dieses Zieles zu suchen nnd vorzuschlagen. Wohlverstanden wird jeder mögliche Vorschlag der Konferenz^ der sich! auf die Zeit nach dem Kriege erstrecken könnte^ keine p r a k t i s ch, e Anwendung finden können, bevor ec der Erwägung jeder Regierung und jedes Parlaments unterbreitet worden ist. Die Konferenz wird außerdem beraten über die Schaffung eines ständigen Komitees in Paris, aus dent alle verbündeten Staaten vertreten sind, um die wirtschaftliche Aktion intensiver zu gestalten, in Einklang zu bringen und zu verein- heitlichen ünd um die Versorgung des Feindes zu verhindern. Wirksame Maßnahmen wurden bereits in diesem Gedankengauge von bereitalienisch,en Regierung getroffen. Ein Erlaß vom 4. Febr. dieses Jahres verbietet für das ganze Gebiet des Königreichs Und die Kolonien die Einfuhr von Waren deutscher Erzeug^^^ oder deutschen Ursprungs, sowie ihre Durchfuhr. ^ Man beschloß außerdem in Paris die bereits in London beschlossene Organisation eines Zentralbureaus für die r- C J ta m tcn vervollkommnen und schon in kürzester Frist praktische Mittels zu suchen, um die aus dem Seetransport sich ergebenden Lasten in billiger Weise unter die Verbündeten zu ver- teilen und die Höhe der Frachtpreise herabzusetzen. Wir wollen d:e Ergebnisse aller dieser Initiativen abwarten, wckche darauf abzielen, die bis jetzt zu zerstreuten und zu ungeordneten An- strengungeii der Verschiedenen besser zu disziplinieren. Wir habeü uns :n diesen letzten Monaten mit anhaltender Sorgfalt dafür verwendet, so weit als möglich alle besonders zwischen uns und tedem unserer Verbündeten bestehenden Fragen zu lösen, die noch eine Rcgelimg erwarteten und die leicht Gelegenheit zu bedaiierns- werten Meinungsverschiedenheiten oder Störungen geben konnten.
(Schluß im zweiten Blatt.)
* * *
Die finanziellen Leistungen Oesterreich-NngarnS.
^vlin, 18. April. (WTB. Mchtamtlich.) Die „Norddeut- illle Allgemeine Zeitung" schreibt: Etwa einen Monat nach dem glanzendcii Erfolge unserer vierten Kriegsa nleihe wenden sich nunmehr auch die Regierungen Oesterreichs nnd Ungarns mit ^vierten österreichischen mtb ungarischen Kriegsanleihe an den Geldmarkt. ^ie bisherigen Leistungen der verbündeten Donaumonarchie an der Aufbringung der ftir die Durchführung des Krieges erforderlichen Mittel setzen die finanzielle Kraft der Mo- narchie und die Entschlossenheit und Opferwilligkeit :md den Ge- mem,inn ihrer Bevölkerung in ein helles Licht. Es sind in Oester- rerch-Ungarn bei den drei bisherigen Kriegsanleihen o l l i a r d e n Kronen aufgebracht worden, wovon
8 7oU 000 000 auf Oejterreich, der Rest auf Ungarn entfallen. Das auf seiner: alten Reichtum und seine Stellung als Weltüankier so itolze Frankreich hat in seiner bisherigen einziger: Kriegsanleihe nur etwa 11V- Milliarden Francs seiner Kriegsansgaben zu tonfolidieren vermocht, ist also weit hinter der ftnanziellen Leistung der habsburgischen Monarchie zurückgeblieben. Es darf mit Sicherheit erwartet werden, daß auch die vierte österreichische und die vierte ungarische Kriegsanleihe ein glänzendes Ergebnis haben werden. Mit Recht hat kürzlich der österreichische Finanzmmister voraus mngewieien, daß alle Voraussetzungen günstig find, die Militari)cken Erfolge an allen Fronten, die voirtschaftliche Lage :n Lanowirtickast und Geiverbc, die Steigerung der Einlagen bei den Sparlaften und Banken.
Seit dem Ausbruck des Weltkrieges kämpfen unsere Truppen m treuer Waffenbrüderschaft mit denjenigen Oesterreich-Ungarns, terlweife fogar in gemeinsamen Verbänden. In dem uns ausge- zwungenc:: Wirtsckastslamvs stehen wir und Oesterrcickf-Ungarn fest zufammem Auch ans den: finanziellen Gebiet kämpfen wir Schulter an -Lckiulrcr. Der Erfolg der neuen Kriegsanleihe der verbündete:: Monarchie wird überall in Deutschland als ein neuer Sieg der gemeinschaftlichen Sache gewertet lverden.
Griechenland und die Entente.
m Ms r * 18. April. Dem Athener Berichterstatter der
„Vossijchen Zeitung" gegenüber drückte K ö n i g K o n st a n - tin von Griechenland die Zuversicht aus, es werde ihm gelingen, das Staatsschiss in den sicheren Hasen zu bringen Er kenne die Leistungsfähigkeit der Maschine, über die er verfüge, und die Widerstandskraft der Planken, die ihn trügen.
d e r l i n . 18. April. Verschiedene Blätter melden aus Athen, daß die Getan dten des V i c r v c r b a n d c s-in der Frage der Beorderung der serbische» Truppen 'auf gricchpchen Bahnen noch keine neueren Anweisungen ihrer Regierungen erhalten haben, daß sie aber solche erwarteten. Den: „Berliner Lokalanzoiger^^ ivird aus Saloniki berichtet die Beförderung eines Teiles derserbischeu Trup- £ c hem ^ eefvege habe begonnen. Es lägen sichere Nachrichten vor, daß die gesamte reorganisierte serbische Heercsmacht keineswegs 50 000 Mann überschreitet Es vl^r- laute, ein großer Teil der serbischen Truppen in Korfu habe den Gehorsam verweigert unp dagegen protestiert, sich nach ' aloniki elnschiffen zu lassen.
Athen 17. April. (WTB.) Wie ans Pyraos gemeldet wird, ist eine französische Marineabtei- ^ gewaltsani in Katakolo eingedrnngerl, um nach Benzin zu suchen. Dein Gendarmericch-es, der dagegen Einspruch erhob, antwortete der ftanzösische Befehlshaber daß er irnter Umstäirden von den Schisfskaiwnen Gebi-Niick! machen fverde. Die Nachsorschnngen verliefen ergebnislos Der Vorfall machte einen für die Franzosen lföchst nrigün- tigen Eindruck. 9tur der Besonnenheit des gmechischeu Gen- darmerieoffiziers ist es znznschreiben, daß ein blutiger Qu, sammenstoß vermieden wurde.
Der türkische Bericht.
_ Ko nstantinvpel, 17. April. (WTB. NichtaintliM Das Hauptquartier teilt nnt: An der Iraks:-ont f>at fidi Nichts geändert.
An der Kanka sn sf ro nt kam es in: Tale des Tschorok und aus dem linken Fttigel zu örtlickien Gesechtcu. J:: de:: midenvi Abschnitten hat sich nichts verändert.


