exuxHjCt, muß ein gut-es Teil von Begeisterung und Auf- opfenungsß'rhigkeit mitbringen, irdische Schätze sind nicht dader zu saipmeln, nrrd das den Schwestern zugemutell Ärvertsmaß ijt daibei sehr groß. Es kommen weiter der Berus Kindergärtnerin sowie die sozialen Frauenberufe, fiix - l JL .Bedürfnis bis jetzt noch nicht ganz sicher über
sehen läßt, in Frage, und endlich der Beruf der Lehrerin Zwar rst hier beim Unterricht in den wissenschaftliche^ Lachern selbst in den Mädchenschulen der Mitbewerb de- Mannes bei weitem noch nicht ausgefchaltet und wird es wahrscheinlich in absehbarer Zeit nicht werden, aber dieser Beruf bretet doch bei der sehr großen Zahl der Staats- und romnrunalen Lehranstalten günstige und gesicherte Stellen und hat dazu den großen Vorzug, in den zwei bis drei Monate dauernden Ferien lange, dem weiblichen Körper angemessene Erholuugszeiten zu gewähren.
Nur ein Zweig des Lehrerinn enbennfs ist ausschließlich den Frauen Vorbehalten: der Beruf der t e ch n i s ch e n L e h rerrn, d. h. der weiblichen Handarbeiten und der Haus- Wirtschaft.^ Ist ihr Gehalt auch niedriger, als derjenige der wissenschaftlichen Lehrerin, so entspricht dem doch auch eine kürzere Ausbildungszeit, nämlich ein Jahr für ein jedes der beiden genannten Fächer. Auch an die Vorbildung werden vorderhand in Hessen noch geringere Anforderungen gestellt; wahrend für die Anstellung in Preußen die Absolvierung der z-ehn kl ästigen höheren Mädchenschule oder wenigstens der Mädchenmittelschule vorgeschrieben ist, genügt rn Hessen unter Umständen der erfolgreiche Besuch der Volksschule. Was aber die Ergreifung dieses Berufs der technischen Lehrerin zurzeit gerade empfiehlt, das ist der Umstand, daß nach dem Krieg wahrscheinlich ein starker Bedarf an solchen Lehrerinnen eintreten wird; denn der Ruf nach Einführung einer obligatorischen Fortbildung der ans der Schule entlassenen jungen Mädchen, einerlei welchen Standes, ist jetzt allgemein und wird besonders auch von den Frauenvereinen lebhaft verfochten. Diese Fortbildung wird sich aber in erster Linie auf das Gebiet der weiblichen Handarbeiten und auf das hauswirtschaftliche Gebiet erstrecken, auf dem der Krieg mit seinen vielfachen Neuforbe- rungen zahlreiche Lücken beim weiblichen Geschlecht bloßgelegt hat. In Hessen bestehen Einrichtungen zur Ausbildung technischer Lehrerinnen in Darmstadt, Mainz und Gießen- hier ist es die Aliceschule, die neben zahlreichen Einzelkursen in Weißzeugnähen, Handarbeiten, Schneidern, Bügeln und Kochen und neben ihrer Haushaltungsschule, die auf die Führung eigenen oder fremden Haushalts vorbereitet, schon seit Jahren Seminare für die Ausbildung von Handarbeits- und von Hauswirtschafis- lehrerinnen besitzt, deren einjähriger Kursus mit einer vom hessischen Ministerium anberaumten und unter Vorsitz eines Ministerial-Schulrats abgehaltenen staatlichen Prüfung abschließt.
Ansorde^ing beanstandet mit dem Vorbehalten, sie zu streichen, ^ne Verständigung mit der Zentralkasse über den Ersatz zujmnde kommt. Bei Kapitel 74, Bodenmeliorcrtions- und Wasser- oerwrgungsweien, Einnakpne 349 009 Mk., Ausgabe 653 493 Mk., imrd vom Ausschuß die Mehrfordcrung von 30 000 Mk. für Kosten ver Feldbererniaung gestrichen, da für das Jahr 1916 die Feld- aerernigimg doch nicht in dem früheren Umfang fortgesetzt werden rann. Bei Kapitel 75 n, Landwirtschaftskammer, ist eine Ausgabe von 195 „90 Mk. vorgesehen. Hier soll die Grvßherzogliche Re- gierung um Auskunft ersucht werden, ob die bewilligten Mittel auch wnilich m der Landwirtschaftskammer verbraucht werden rönnen. <zm Kapitel 77, Kunststraßenwesen, Ausgabe 1250 404 5?*”;, werden vom Ausschuß bei dem Posten „Neubauten 90 000 -Ä ' oO000 Mk. abzesetzt, da Neubauten doch im Jahre 1916 M ™ *g!L löcherigen Umfang hergestellt werden. Beim Ka- rieJy's. ^Dwesen, wird der Wenigerer trag von 30 000 Mk. an- gepastv der Ergebnisse der vorhergehenden Jahre nicht für gerecht- E deshalb die Einnahme von 236 800 Mk. auf 200 000 Mk erhöht. Die übrigen Kapitel des Ministeriums des ^nnern erfahren kerne wesentlichen Beanstandungen
• ff 1 ™ ii£V 8j E i£ m der Justiz betragen die Gesamt- nnnahmen 1 895 016 Mk., die Gesamtausgaben 6 198 366 Mark, ^'er Abgang an E-erichtsgebühren in Zivilsachen ist von der Re- grerung auf o1e>OO0 Mk. veranschlagt; er wurde angesichts der
ict S unb j 2nfU)m°^mf te z ^ ^ Jahres 1914 für zu hoch eracli- Sfn i iÄtom £ / ^gesetzt, so baß nunmehr eure Einnahme °° n 1 1°° 0°° r Mk. (anstatt 141o 000 Mk. im Vorjahr) anzu- le^en ist. Ebenso wurde bei gerichtlich erkannten Strafen der Ein- .lahmeposten von 150 000 um 30 000 Mk., also auf 180 000 Mk. rhoht. (Der Voranschlag für 1915 betrug 260 000 Mark) Der ,ÄL UntttfufiiinggtoftsTr (Voranschlag 1915
2 ? lur 1916 diir 120 000 Mk. angefetzt; er wurde
aleichmUs um 30 000 Mk. erhöht, also auf 150 000 Mk. Bei der Beratung des Kapitels „Direkte Steuern" wurde bereits darauf YMgMnesen, daß die Stempeleimtahmen für 1916 um 2 700 000 Mac. medriger angefetzt feien. Auch die im Justizetat eingehenden ^tenweleiuikahrnen sind nach Ansicht des Finanzausschusfes er- yeoUch zu nredrrg angefetzt. Deren Ä:höhung wird nach Verhandlungen mit der Regierung über die Stempeleinnahmen im all- Xer Justizetat zeigt entsprechend den Säßen der Bifoldung-ordnung erheblich mehr Aufwendungen in den Per- lonalausgaben. Der Ausschuß wird bezüglich der Schreibhilfe bei den Landgerichten (mehr 6vk)0 Mk. gegen 1915) und bei den Amts- Imbhr gegm 1915 76 000 Mk.) Aufklärung verlangen.
Etatssahr 1916 wurden abgesetzt die Beihilfe zur besseien Ausbildung der Juristen aus dem Gebiet der 'Gcfängnis- tunde, sowie zur Teilnahme an 'Kursen im Betrage von 5000 Mk
>«m nbriaen runden hin cy..a:_• -r-, . • «'i •
Ans kessen.
Die Voranfchlagsberatung im Finanzausschuß.
^ rmstadt, 10. Febr. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer beschäftigte sich bei der heute fortgesetzten Beratung des Staats Voranschlags zunächst mit Kapitel 73, Land- wirtichastliches Vereins- und Genossenschaftswesen. Die Ausgabe stellt sich hier aus 9900 ML, worunter sich die neue Stelle für einen Staatskvmmissär bei der Zentralkasse der landnürtschaitlichen Geiiossensäwiteu befindet, die mit 3400 bis 7000 m. nebst einer Reihe von sachlichen Ausgaben vorgesehen ist. Im Finanzausschuß erhob sich ein grundsätzlicher Einwand dagegen, daß in der Kriegszeit neue Stellen geschaffen werden. Es sollte hier zum mindesten die Zentralkasse Ersatz für die Ausgaben leisten, wie bei der Landes- Hypothekenbank ebenfalls der Staatskommissar aus den Mitteln dieser Bank bestritten wird. Vom Ausschuß wird deshalb diese
1,11 uyc Wll UfJUU JJLl.
übrigen fanden die Ansätze für das Justizministerium keine Beanstauoung.
Im Ministerium der Finanzen stellt sich die Gesamt ecnnahnre aus 393 178 Mark, die Gesamtausgabe auf 2 278 396 Es wurden hier bezüglich der Frage der Neuorganisatimr der Staatsverwaltung, welche die Großh. Regierung beabsichtigt, Berhandiungen gepslogen uno der voriührige Standpunkt bezüglich der ^eseßung der Stelle im Eisenbahnministerium aufrecht' er- „Zentralbauwesen-" wurden für laufende Unterhaltung 24^0 Mark abgesetzt, ebenso weitere 3000 Mark zu Vorarbeiten für den Entwuft mo die Beranfchlagung von Neubauten. Die Tagegelder inrb Reisekosten der Baubeamün wurden anstatt 78 000 auf 70000 Mark festgesetzt. Beim Kapitel 102 Kataster, Einnahme 66 000 Mark, Ausgabe 253 930 Mark fällt der Gehalt eines Vorstandes des Katasters mit Nebenbezügen weg ba bte Stelle aus den Inhaber bewilligt war. Beim Kapitel 112,' Allgemeiner ?gonds für Vertreticngs- und Aushilfskoften, erfolgte die Streichung der mehr angeforderten 5000 Mark; im übrigen wurde der Etat des Finanzministeriums genehmigt.
~ te Ochste Sitzung des Finanzausschusses findet am Dienstag vormittag statt.
ladener Gäste wurde gestern das neue kunsthistorifche In» st i t u t der Universität ernaeweiht und der Benutzung freigegeben. Im Aufträge des Städel-Museums übergab Geheimrat Dr. L. Gans das Institut dem Rektor der Universität, Prof. Dr. Pohle, der in feiner Dankrede auf die reichen Knnst- schätze Frankfurts hinwies, die nun auch der Hochfchi'le zugängig gemacht würden. Die Weiherede hielt der Direktor be-5 Instituts, Prof. Kautzsch. Er sprach über die Kunstgeschivüte als exakte Wissenschaft, zu deren Studium besondere Institute mit reichen Arbeitsmöglichkeiten notwendig seien. Das sei h'er durch die großartige Stiftung der Stadel-Administration geschehen.
Das kunsthistorifche Institut befindet sich in deni neuw Erweiterungsbau des Städtischen Museums. Es enthält eine Bücherei von etwa 15 000 Bänden und eine umfassende Photy- g r a p h i e n s a m m l u n g. Lefesäle, besondere Sttldierzimmer, Aufenthaltsräume für die Dozenten schließen sich den Sam77i- lungsräumen an. Den Bestimmungen der Stifter gemäß seh? die Bibliothek auch dem großen Publikum zur Benutzung frei.
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— Frankfurt a. M., 11. Febr. Für die Studierenden der ReÄtswiffensidast smd^D ebattiererbende einge'ührt, die den Zweck verfolgen, dre Studenten im mündlichen Ausdruck 311 üben. Der erste Abend fand bereits statt. Er behandelte das Theina: „Der Rechtsunrerricht in der Schule". Der Referent verla,rgte die Eintühr-ung des Rechtsilnterrichts als besonderen Fachs an den höheren Schulen und dazu als Lehrer Juristen. Der Korre'erent lehnte die Forderung ab und will den Rechlsunterricht nur im Rahmen der Staatsbürgerkunde erteilt wißen. Die Debattiernbende finden alle zwei Wochen statt.
« Märkte.
ta. Frankfurt a. M. Viehh oiin arktbericht vom 10. Febr. Austrieb: Rinder 673 (darunter Ochsen *7, Bullen 39, Kühe und Färsen 537), Kälber 425, Schafe 166, Schweine 74.
Marktverlauf: Der Alarkt wird bei lebhaftem Geschäftsgang
geräumt.
Preise für 100 Psh. Lebend- Schlachr-
Mk.
Mk.
200-208
115—120
190—200
. 110-115
170-195
, 78—80
170—174
. 72-00
170—00
Kälber.
Feinste Mastkälber ... . . . .
Mittlere Mast- und beste Saugkälber Geruigere Mast- und mite Saugkälber Scüaf e.
Weid emaftsch aie.
Masllämmer und jüngere Masthammel Geringere Plaühgininel und Schafe .
^ Schweine.
Voll fleischige Schweine von 80 bis 100 Lebendgewicht .....
Vollfleischige Schweine unter 80 kg
Lebendgewicht ..
Vollfleiichige Schweine von 100 bis 120 kg Lebendgeivicht .....
Vollfleischige Schiverne von 120 bis
1)0 kg Lebeiidgewicht. 129.00-00.00 —
£e. Wiesbaden, 10. Febr. Heu- und S t r 0 h m a r k t. Man nonerle: Heu 6,00-7,90 Mk.. Stroh (Krummslroh) 4.00 bis 0,00 Mark. Alles per 50 Kilo. - Fruchtmarkt. %m Frucht- nmvft kein Geschäft.
108.00-00.00
93.00-00.00
118.00-118.50
M» Ves'ßi crts-NLZchrrchten.
Das^unsthistönsche Institut der Nniversitär Frankfutt.
^ ^^ankfnrt a^M., 11. Febr. In Gegenwart des kgl. Kmnmissars der Universität, Oöerpräsidenten H e n g st e n b e r g der beiden hiesigen Bürgermeister, vieler Professoren und ge^
achis
EsösnKr s Mineral- -) püsiitlsn \
Zeitgemäße Liebesgabe: Nachahmungen weise man zurück. ^


