Ausgabe 
13.1.1916 Erstes Blatt
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JpP eitöc t ^>ua>£ fuia i) c ID. k>uu i>ei; an i)a Front stehenden 4. Kompagnie des Kaiser-Wilhelm-Regi- ments wird die Bitte an die Einwohner Gießens ansge­sprochen, ihren Angehörigen die Bildung einer Kom- pagnre-Bibliothek durch unentgeltiche Zuweisung von Büchern und Zeitschriften belehrenden und unterhal Lenden Inhalts (auch einzelne Zeitschrifteu-Heste) zu er möglichen. Viele Leute in der Kompagnie hätten das Be­dürfnis, im Felde die Lücken in ihrer Bildung auszufüllen; auch unterhaltender Lesestoff fet für so manche unaus- gefüllte Stunde un Schützengraben sehr angebracht. Bücher, Zeitschriften und sonstige Beiträge werden für diesen Zweck rm Lesesaale und in der Ausleihe der Universitäts­bibliothek entgegengenommen.

** Aliceschule Das Sommer-Semester für alte Kurse (schneidern, Wcißzeugnähen, Handarbeiten. Bügeln), sowie für die Koch- und .Haushaltungsschule beginnt am 14. März, für das Handarberts- und das Hauswirtschafts-Seminar am 26. April Näheres rm Anzeigenteil.

i*I ^ ä i Q ^ 1 u n q y e c Fanrilienunterstützung für 16. bis Ende Januar 1916 findet statt: An diejeniaen, deren Namen beginnen mit: A-H Samstag. den 15. Januar; J-R Mon- i 7, ?. amiar I SZ Dienstag, den 18. Januar. Zahlstelle: Stadthaus, Zun,ner Nr. 7. Zahlstnnden: 8-1 Uhr vormittags.

ie Unter Nutzungen dürfen nur an den vorgenannten Tagen ab-

geholt werden. a

Landkreis Gießen.

,. ten - Buseck, 11. Jan. Gestern abend fand liier

die Gründung eines Zweigvereins des Alice-Frauen- ^i.reins vom Roten Kreuz statt, dem sogleich 60Frauen und Mädchen beitraten. Der Verein versammelt sich all- m01t '7 . c . ltTma * '2aale der hiesigen Kleinkinderschule.

2. G e r l s h a u s e n , 12. Jan. Der Krieg har wieder ein Op^r airs unserem Dorre gefordert. Am 6. Januar fiel in Frank­reich der Landsturm-Rekrut Wilhelin Müller vom 180. Jniant.-. Regiment. , Er stt der neunte Gefallene der Gemeinde. Fahnen- ' HEinnch Nieberg all, bei einer Munitionskolonne im

Osten, erhielt bte Hessische Ta p s e r k e i t s m e d a i l l e. ra ^ "«V? n ^ ^on. Silberne Hochzeit feiern am Sonntag, 16. Jan., der Hilfskasernenwärter Ludwig Schäfer und r^rau, Katharine, geb. L e y e r e r.

Kreis Büdingen.

O (A Unteroffizier Binding von hier.

Infanterie-Regiment 228, 6. Kompagnie, galt seit längerer Zeit als Kürzlich erhielten seine Angehörigen von ihm die Nach- rrcht, datz er sich im Gouvernement Samara in russischer Gefangen­schaft befinde und noch gesund sei. ^

Kreis Lauterbach.

- * ~rj? " f dem B ogelsberg, 13. Jan. Das überaus milde, mederschlagsrelche Wetter dieses Winters hat den Stand unserer Wintersaaten so gefördert, daß sie zu den besten Hoffnungen berechtigen. Dem spat gesäten Korn, das anfangs dünn stand war der gelmde Winter nur förderlich. Jetzt bilden die Kor,i^

.euren nvpig grünen Filz. Sehr vorteilhaft sehen auch Winter amen (Raps) und Klee ans. Ihr Bestand ist dicht und wohlentwickelt. Rechnet inan dazu die gründliche Bewäffernng der Miesen, so find bic Aussichten für die Landwirtschaft recht günstig. Nicht oie Eis- und Schneewmter, sonderii die gelinden/davon x r, ? b unsere riruchtjahre. Die Erfahrung lehrt, je gelinder der Winter, um so hoher türmen sich im Herbste die Strohhaufen im Freren.

Kreis Friedberg.

^a"heim 12. Jan. In der Hauptversamm­lung des Krieger- und MrlttarveyernsHasste" wurde be- lXrß von 150 Eingezogenen Mitgliedern bis

letzt 8 gefallen und 16 verwundet sind. 13 wurden mit dem Erlernen Kreuz, 0 mit der Tapferkcitsmedaille ausaezeich- Znnn $& ir ^Kriegsunterstützungen wurden bisher nahe au oO^O Mark von dem Verein bewilligt. Der Mitqliederstand belref sich am 1 ds Mts. auf 16 Ehren , 254 ordentliche uvb 19 augerordentliche Mitglieder. Das Gesamtvermäaegl des Vereine belauft sich zurzeit auf 2307 Merk. Das Ver­mögen der Sterbekasse beträgt 1080 Mark. Die hier ae-

arunoetc G o l d m ü n z e n n m t au s ch - V e r e i n i a ii n a den wenigen Tagen ihres Bestehens schon vorzügliche ^ufzuweisen. Äs jetzt find aus Bad-Nauheim und dem Amtsgerrchtsbezlrk schon weit über 30 000 Mark in die Reichsbank abgeliefert worden. Ganz Vorzüa- lrches leisten drc Kinder der Stadt- und Ernft-Ludwia- ^Lchule, ore man zu den Sammlungen herangezogen hat.

Starkenburg und Rheinhessen.

3 an - Auf eigenartige W'ise Knn hrer der srebeniohrrae Schüler Franz Bauer ums Leben. B«im Spielen stürzte er von einer Mauer °b "nd fiel auf den Deckel eines Brunnens. Ter Teckel schlug um und das Kind ,<rustc in den tiefen Brunnen und ertra n k ehe chm Hrlse gebracht werden konnte.

Hessen-Nassau.

t Kirchhaln 12 Jan. Im Bahnhoishotel hierfelbi't

fand gestern unter dem Vorsitz des Oberpfarrers Rapp-Wetter eine Versammlung der Gruppe Marburg des E v a n q e lischst Bundes üatt auf der mehrere oberhessische Zweigvereinever- weten waren. Der Vorsitzende des Kurhessischen Hauptvereins drol. Ho tmann-Kassel, berichtete ausführlich über- die V^ deutung des Eoangel.schen Bundes tu der Kriegszeit. In der leb- haften Aussprache wurde besonders auf die Wichtigkeit der Kriegs-

Bundes hingewiesen. ^Endlich w.nde beschlossen, den Grupvenvorstand durch Wahl des Pfarrer^

«wettern" " ' Speckswmkel zum stellvertretenden Schrittstlhrer zu

Wra. ^ieuiiaot, 1-. ^au. Ju deii letzten Tagen wurden hier mehrere E l n b r ll ch s d i e b st ä h l e versucht, die aber glück­licherweise durch die Wachsamkeit der betreffenden Hausbewohner vereitelt »vurden. Leider entkanien die Eilibrecher, ohne erkannt zil iverden. - Die Ehefrau Schmitt im nahen Speckswiukel. bei ver auch vergangene Woche eingebrocheu ivurde und die von öem ! lcrf ) cit Gauner den Mund mit Lmnpen verstopft bekam, ist leider msolge des furchtbaren Schreckens g e st o r b e n. Der Ehemann Lichniltt^stcht im Felde.

cn ^ ^ " chtern , 12. Jan. Um sich den Weg vom hiesigen

^apnhof nach seinem Heiniatort Ulnibach zu svaren. sprang ein lunger llrlatlber zwischeii Steinau mrd Schlüchterii aus d c in ö"6e- Jur gleichen 2!ugeublicke kam auf dein anderen Gleise ein VchneUzug und vermal m t e den jungen Mann. Die Leiche wtirde erst am nächsleii Morgeii gesunden.

c. - T 3 !ran ^f l tct a. M., 12. Jan. Heute früh wurde ber der Station Louisa au der Darmstädter Strecke die Lerche eines von einem Zuge überfahrenen Man­nes aufgefunden. Deni Gärtner und Gemüsehändler Heinrich Se um im Stadtteil Oberrad wurde wegen Un­zuverlässigkeit im Gewerbebetrieb und Wuchers das Ge­schäft polizeilich geschlossen und jede inittelbare oder unmittelbare Beteiliguna an einem Handel mit Lebens­mitteln u. dgl. in Zukunft untersagt. Um die Stelle des durch den Tod des < 2 tadtrats Flesch erledigten Stabtrats- sitzeS haben sich bis jetzt 140 Herren beworben. Am nachsteii Freitag wird sich der Magistratswahlausschuß mit der Angelegenheit beschäftigen.

Universitäts-Nachrichten.

-- Frankfurt a. M., 13. Jan. Im laufenden Winter- emester, das heute nach den Weihnachtsferien seinen Fortgang mmmt, smd 276 Studierende neu imuiatrikuliert worden, so datz ich dre Gesamtzahl der Studierendeu auf 1049 erhöht (gegen 618 un Wintersemester 1914/16 und 850 im Sommersemester 1915). Unter ihnen befinden sich 193 Frailen. 381 Studierende aelten als inipeere stehend. Von der Gesamtzahl entfallen auf die rechts- wlhenfchaullche ,-sakilliät 155, auf die inedizinische 287, auf die phllosophiiche 257. auf die uatilnvisseuschaftltche 161 und ans die wirtlchasts- und sozialwisseiifchastliche 189 Studiereiide. Ailß^r den uninatrikulierteii Studierenden siiid zuiii Hören von Vorlesimgen be rechtigt 84 Gasthörer ,u,d 565 Besucher. Die Universitäts-Vor- lesiliigeii werden somit von 1718 Personeii im gegenwärtigen Semester besucht.

vermischtes.

'Die ersten Liebesgabe n. Begriff und Wort tailchten eigentlich erst un Deutsch-Franzöiischen Kriege auf, denn die vorher­gehenden Kriege kaiinten sie nicht. Arniut der Bevölkernnq, Ent- legeiiheit des Kriegsschailplatzes und Aiangel an Verkehrsmitteln verhinderten die Uebersendlmg voii Liebesgaben, iveiiiusteiis jede organisierte. Und doch hat cs eine solche Organisation, die nach der Elur-ichtuiig der Liebestätigkeit und Art der Gaben sehr an die helitrge erinnert, schon einmal gcgebn. liäiiilich 1755 in'Amerika. Geiicral Braddock ivar mit zwei Regimentern englischer Truppen nach Pennsnlvan'eii gekominen. um Krieg geaeu Jndiaiierstäinine, voll deucli die Au,'.edler bedroht wurden, zu führen. Seine Lellte msbeiondere die Offiziere, ivaren aber für einen Marsch durch die Wildnis schlecht vorgeseheii. und da niachte der berühiiite Franklin den Vorschlag, den Oisizierenein Geschenk an den >iotwend,gc,i Lebensbedursnisseli und Erfrischmigen zil seiiden". Eiiie Liste wurde aiifgestetlt und aus freiivilligen Gaben eiiie größere Anzahl Ballen alle mit dem gleichen Inhalt, beschafft m»d deni fletnen Heer ge^ Icljicft. Die Pferde, die die Ballen triigen, ' gnlteii gleichfalls als Liebesgabe, -pochst interessant ist die Ausstellung des Inhalts jedes Ballen, von deneii immer einer aui eiiien Offizier fnm Nämlich ? ^- fui V b Hutzucker, 6 Pfund Feinzucker, 1 Pfund grüner Tee. 1^ Pfund schwarzer Tee, 6 Psiuid geinahleuer Kaffee, 6 Pfund Schokolade, V, Zentner weißer Zwieback, Pfund Pfeffer, 1 Quart Weinessig, 1 Gloileester-Käse, 20 Pfund Butter. 24 Flaschen alter Madewa, 8 Liter Jauiaika-Rilm, 1 Flasche Seiifiuehl, 2 geräucherte Lchiiiken, ein halbes Dutzend geräucherte Ziingen, 6 Pfund Reis 6 Pfund Rosinen. - Die englischen Offiziere scheinen schon danrals recht verwöhnt gewesen zu sein.

Märkte.

ü Wiesbaden. 12. Jan. V i e h m a r k t. Am heutigen Vlehinarkt staiideil 184 Schweine zuni Verkauf, die zu den Höchst vreiseii stott abguigen. Weiter wareii augeboten 342 Rinder, da- von 47 Ochsen. 19 Bulleii und 276 Kühe, 229 Kälber, 2 Schafe. Großvieh, Kälber und Schafe wlirdeii bei regcni Haiidel zu den leitherigeu Preisen samt lmd soiiders abgesetzt.

Letzte Uachrlchten»

Die Verluste der Russen an der bessarabischen Front.

Czernowitz 13. Jan. In Czernowitz ein gebrachte gefangene und verwundete Russen bezeichiren die ru,suchen Verluste während der Osfeusivkämpse als ungeheuer. Tie eingetretenen^kurzen Kampfpausen seien daraus zurückzusühren, daß alle von der Frorit nach Chotin führenden Wege mit Verwundetcn- tranüporten und durch die Bestattungeir der Toten verlegt sinü. Der russische Sanitätsdienst sei der überwältigenden Ausgabe nicht gewachsen. Es komme vor, daß Verwundete 36 und 48 Stunden hilsloS liegen bleiben. Wegen des Mangels hinreichender Bahn­anlagen niußten auf freiem Felde ambulante Sanitätsanstalteir errichtet werden, die unter der Kälte und am Mangel an Hilfs­mitteln furchtbar litten. Unter ben verwundeten Russen sind viele Ossizrere. darmtter ein General und drei Obersten. Die Gesangetien sagten ferner aus, dal; unsere ineittragenden Geschütze die Ver proviantierung der Russen furchtbar erschwert hätten, vielfach w^ar unmöglich machten. Es sei vorgekommen, daß einzelne Truppenteile währeird eines 16tägigen Kampfes keine Fahr, kuchen jähen.

Im Hauptquartier auf Gallipoli.

Berlin 13. Jan. Der Berichterstatter berBossischen Bei* tuno an den Dardanellen, P a s s a r g e . meldet von der 5. Armee unter dem 11. ds. Mts.: In bas Hauptguartier scheint die ganze Jett die warme'Januarsoune. Die glasbedeckte Tafel, die'sonst Befehle und Nachrichten bekaiintgibt, trägt heute das Kaisertele- gramnl an Marschäll Linran von Sanders. Ter Feiiid ist fort, aber man hört noch die Kaiionen donnern, zeitweise schweigen Und dann wieder lospoltern. Torpedoboote zeigen sich uaib bc Ichiepen die Küste, um die Türken bei dem Geschäft des Sammelns zu ltoren. Auch hier wird mir bestätigt, daß die Wficht des Feindes niemandem verborgen war. Es war bekannt, daß die erste Linie verstärkt wurde die die Angriffe der Türken abzuschlagen hatte, wahrend die dahinter liegenden Gräbeii allmählich gerälimt wurden Are ^nigländer lvaren äußerst nervös, schossen in der Nacht ihre Leuchtkugeln m ganz zwecklosen Mengen fort. Die türkische Artille­rie erzielte ausgezeichnete Resultate. Die Gräben sind in ihrer ganzen Länge aufgerisscn. Ein Umstand, daß die Eirgländer ge­zwungen wurden, sich schleunigst zurückzuziehcn ist der, daß die Pferde ut langen Reihen niedergeschossen rvurden, da sie nicht mehr mit fortge,chasst werden konnten. Ein Offizier zeigte mir ein Päckchen englische Patronen, deren Spitzen sämtlich a n g e f e.l l t waren. Man hat große Mengen davon in den Gräber: gefunden.'

Die uttuotigc Wehrpflicht.

Kopenhagen, 13.Jan. Die letzten Londoner Nach- rrchten deuten darauf hin, daß die Wehrpflichtbill durch die Annahme im U n t e r h a u s e ihren Zweck bereits erreicht hat und kaum zur Anwendung kommen durfte. Unter dem Eindruck der Annahme der Bill habe sich ein genügender Teil der ausgebliebeilen Unverheirateten frekturltig" gemeldet. Die Werbebureaus standen und stehen indeffen noch weit ofseif.

London, 13. Jan. Man beurteilt die Lage, die durch die Vorgänge tn der gestrigen Unterhaussitzung gesckfafsen lvurbe. im allgemernen optimptisch. DerDailp Telegravh" schreibt' Dw Lage klart such von Tag zu Tag.Daily Graphic" sagt, die Oppoirtwu gegen die Militärdionstpflicht sei jetzt aus einige Vertreter der äußerfteir Linke?! und einige verrufene Pazifisten befchrankt. DerMorning Post" zufolge können die Dienst- pMichtgegner froh sein, wenn sie 40 Stimmen anfbringen. Die lmksftchenden Blätter warnen vor zu großen: OptimisM'ls. Tvs Uniechans dürfe sich nicht durch unbegründete Anriabmen zu der An licht verleiten lassen, daß die Vorlage die rückhaltlose Zustim- MANg des ganzen Landes habe. Auf die A r b c i t e r k o lt f c r e n n der letzten Lösche würde diese Woche eine Konferenz der Berg- ^ C , 1 tcrverbände folgen, die die Bergarbeiter arlffvrderi^

wurde, für das Äefetz zu stimmen. Die 'Arbeiterpartei aber würd,' grötztenteils ihre Haltung ändern, tvenn man ihr eröffne, daß das Gesetz Dienstzwang führen könne.

Nirchlrche Nachrichten«

Israelitische Ueligiousgemeinde. Gottesdienst in der 5ynagoge (Süd-Anlage),

Samstag, den 15. Januar 191b: Vorabend: 4.45 Uhr AIorgens: 9.00 11 br.

Nachmittags: 3.30 Uhr.

Sabbatausgang: 5.45 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft.

^ Gottesdienst.

S a b b a t ? e t c r am 15. Januar 1916' Freitag abend 4.30 Uhr.

Samstag vonuiltag 8.30 Uhr.

Sa,ustag uachmiltag 3.30 Uhr.

Sabbatausgang 5.45 Uhr.

Wochengoltesvienst lnorgenS 7.00, abends 4.00 Uhr.

Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 14. Jan. 1916

Wechielnd bewölkt, rneist trocken, etwas kälter.

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

B c t r.: Ausdrusch von Brotgetreide.

Auf Anordnung des Kriegsministeriunrs wird bestimmt gemäß § 3 dcr Bundesratsverordnuitg vom 28. Junr 1915:

1. Alles Brotgetreide ist bis spätestens den 1. Februar 1916 a u s z u d re s ch c n.

2. Verantwortlich für den Befolg der Anordnung ist der Be­sitzer. Reichen die für den Ausdrusch crforderlicheff Hilfsmittel nicht aus (Mascknneir, Kohlen, Betriebsstoffe), ist telegraphisch bei uns Antrag zu jtcllen, da die Reichsgetreidestellc in Berlin, Aushilfe zugesagt hat.

Fehlt cs an Maschiuisten mrd Arbeiter,!, ist direkter umgehen­der Antrag an das stellvertretende Generalkommando des 18 Ar­meekorps in Frankfurt a. M. zur Freigabe von Mannschaften zu stellen unter Angabe der nottvendcgen Dauer der Beurlaubung des Namens und des Truppenteils (möglichst mrs Ersatzformatio^ nen in Frankfurt). ^ 1

3 Die durch Herbeischaffung und Benützung dcr Hilfspostcn und Personen entstehenden .Kosten fallen den Besitzern zur Last

4. Wer obigm 2l,wrdnungen zuwcherhandclt. wird nach 8 57 der Bundesrats-Bekanntmachung mit Gefängnis bis zu 6 Mona­ten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft.

Gießen, den 12. Januar 1916.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: Langer mann.

Tode8-Anz6ig'8.

Gestern nachmittag 3*/< Uhr vergehied nach längerem Leiden unser inmgstgeliebter Sohn. Bruder, Enkel und Neffe

Karl Stein

15 1 ?,, 12 - -^Edsvslahre. wag wir Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme hierdurch mitteilen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Familie Wilhelm Stein, Postschaffner.

Giessen (Glanbrechtstrasse 5), den 12. Januar 1916.

[374

Die Beerdigung findet Freitag, den 14. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt.

Seife!

LlBenmüch«, Laaolia*, Veilchen-, Krauter-, Bis- men-Seife, fort., zart f. b. Haut. Dutzend Dtt. 2.05 franko geg. Skachn. Frleörleh Relsener, Seil. Jnduftt.. Slagdehnrg T.

Aliceschule.

Beginn des Sommer «Seme st ers für alle Kurse [Schneidern, Weißzeugnähen, Handarbeiten. Bügelnl, so­wie für die Koch- und HausbaltungSschule am 14. März, für daS Handarbctts- und daS Hauöwirtschafts-Seminar am 20. Slvril. Anmeldungen für erstere bis 11. be^w. 4. März, für die Seminare bis 1. März. 362 D

Vroivektc unentgeltlich vom Vorstand.

Statt Karten!

Innigen Dank für alle Be­weise der Liebe und Teilnahme bei unserem Verluste.

Frau Lili Wolfs, geb. Urich LiliWolff Karl Wolff Dora Wolff

Graf Klaus von Baudissin.

Darmstadt, d. 12. Januar 1916.

Bekanntmachung.

2ln diejenigen, deren Namen beginnen mit AH SamSlag, den 15. Januar JK Montag, den 17. Januar o Dienstag, den 18. Januar.

Zahlstelle: Stadthaus, Zinnner Nr. 7.

Zablttuudcn: von 81 Uhr vormittags.

ttuterstützungen dürfen nur an den genannten Tagen abgcbolt werden.

Gleßen. den 11. Januar 1916. 372B

Ter Oberbürgermeister.

_ Keller.

Wer erteilt zunr fchucUcn Erlernen ftsihelsbes'sje!-

LtcWWhik-lliitmiE

Schr. Slngeb. m. Preisang. u. ^ 0^103 a. d. Gieß. Anzeig. erb.

931 Eheumlige Volks ich i'iler erbalten gründlichc Vorbe rcituna zum Einjährigen neben Ausübung ihres Be­rufes. Mäßige Preise. Frankfurter Str. 43 f., lk'.

[Kirnen,

Haarauefoll sind natürliche Erscheinungen, sobald sie ab«rr ver- |l stärkt auftreten. mshnen sic ru einer rationellen Haarpflege, Durch regelmäßiges wöchentlich einmaliges Kopfwäschen mit Schwarz« kopf'Sohampoon (Paket 20 Pf.) werden Kopfhaut und Haare eerelnigt und Haarausfall verhütet, Zur Krfif- tigung des Haarwuchses, Stärkung der Kopfnerven gegen vorzeitiges Ergrauen und auch zur Erleichterung der Frisur nach der Kopfwäsche behandle man regeltnäaie

Er ha Klich in Apotheken. Drogerien, Partutnerie. u. Fri»eur-Ge»fhllt»n