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man das Saͤen einſtellen mußte; daſſelbe iſt in an⸗ dern Grafſchaften wegen heftigen Regens der Fall geweſen, daher es auf ſolchen Feldern nicht gleich⸗
maͤßig trocken wird.“ Gewitter haben wir im Gan-
zen nur ſehr wenige gehabt, und die, welche ſtatt fan⸗ den, waren hier nicht bedeutend. Es iſt wahrſchein⸗
lich, daß durch den Mangel an Gewittern, alſo Nicht⸗ 3
entladung der atmoſpaͤriſchen Elektricitaͤt, die wunder⸗ bar ſeltenen Verhaͤltniſſe unſerer Atmoſphaͤre herbei⸗ gefuͤhrt und dadurch die mannichfaltig uͤberall herr⸗ ſchenden Krankheiten verurſacht werden. In andern Laͤndern klagt man uͤber heftige Gewitter, und na⸗ mentlich aus England berichtet man, daß an ſehr vielen Orten der fruchtbarſten Grafſchaften fuͤrchter⸗ liche Gewitter, von ſchwerem Hagel und Regen be⸗
gleitet, die Gegenden uͤberzogen, und Ueberſchwem⸗ mungen großen Schaden, beſonders am Weitzen, ge⸗ than haben. Trockene Nebel haben wir jetzt faſt
taͤglich. Hagel iſt an vielen Orten gefallen, und hat hier und da großes Unheil angerichtet. In Italien
fiel am 16. Juni in der Umgegend von Parma ein
ſo gewaltiger Hagel, daß dadurch 30 Meilen in der
Laͤnge und 5 in der Breite die Ernte zu Grunde ge⸗
richtet worden iſt. Die Hagelſtuͤcken ſollen 1 ½ bis
3 Pfund() ſchwer geweſen ſeyn, und die groͤßten
derſelben 2 bis 8 Zoll Breite und 3 Zoll Hoͤhe ge⸗ habt haben. Am 15. Juli hagelte es ſtark in der
Umgegend von Breslau, und hat auch hier bedeuten⸗


