Jahrgang 
27 (1831)
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wurde derſelbe ſehr bald von der Tageswaͤrme wieder hinweggenommen. Waͤhrend und nach dieſen Froſt⸗ tagen weheten kalte, trockene Winde, die an vielen Orten den Acker bedeutend ausgedoͤrrt haben. Auch

in ſuͤdlicher gelegenen Gegenden haben dieſe Froſttage

Schaden gethan, und ſelbſt in Italien ſind im Mai die Maulbeerbaͤume groͤßtentheils erfroren. In dem

letzten Viertel des Quartals war die Witterung, we⸗

nigſtens bei uns, nicht ſo fruchtbar; von Mitte Ju⸗ ni's bis Ende Juli's haben wir nur ſehr wenig Re⸗ gen gehabt. Ein Gleiches gilt von den Main⸗ und Rheingegenden.In unſeren Feldern, heißt es in einer Nachricht von Mainz, verſpricht die Saat aller Gewaͤchſe eine reichliche Ernte, obwohl die Sommer⸗ fruͤchte etwas durch den Mangel an Regen gelitten haben. In anderen Gegenden, wie z. B. Schleſien, Rußland u. ſ. w., hat ſich die Witterung in dieſer Periode vollkommen entgegengeſetzt verhalten; Gewit⸗ ter mit vielem Regen fanden ſtatt, und man klagt

daher in ſolchen uͤber zu große Naͤſſe. Folgende Nach⸗

richt aus London iſt, hinſichtlich der Verſchiedenheit der Witterung in England, merkwuͤrdig:Im ver⸗ floſſenen Monate hatten wir anhaltend ſchoͤnes Wer⸗ ter, welches die Arbeiten des Landmannes ſehr be⸗ guͤnſtigte, ſo daß ein großer Theil der Sommerſaat

gut in die Erde gebracht werden konnte. Durch einen

poͤtzlichen Eintritt von Trockniß wurde jedoch der Klaiboden ſehr hart und ſo ſchwer zu behandeln, daß