Jahrgang 
27 (1831)
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XXIV.

Quartals⸗Bericht. Vom

Profeſſor Koͤrte.

Die Witterung war im Anfange dieſes Quartals uͤberaus fruchtbar; Regen mit Waͤrme wechſelten auf eine fuͤr die Vegetation hoͤchſt guͤnſtige Weiſe ab, und nur die kalten Tage des Mai, welche den war⸗ men Tagen des April folgten, ſtoͤrten nicht wenig den bereits ungewoͤhnlich vorgeruͤckten Wachsthum der Pflanzen. Nicht ſelten fand man in den Roggen⸗ feldern ju Ende des April vollkommen ausgebildete Aehren. Der Froſt vom 13. auf den 14. Mai war von der Art, daß in vielen, beſonders den tief gele⸗ genen Gegenden, der Weinſtock, die Bohnen, die Kar⸗ toffeln erfroren ſind; die letzteren haben ſich aber doch an den mehreſten Orten vollkommen wieder er⸗

holt. Am 14. Mai fiel ſogar auch Schnee, jedoch