Jahrgang 
27 (1831)
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281 Schwad. Vom Hafer ſah ich auffallend wenig, und es iſt gewiß, daß der Gerſtenbau ihn uͤberwiegt. Wei⸗ tzenſtoppel kam bis gegen Odenſee wenig vor, auf der fruchtbareren Seite der Inſel, gegen den großen Belt hin, aber mehr. In aller Frucht fand ſich viel Kraut, weswegen ſie, um leichter auszutrocknen, in kleinen Hocken und ſelbſt in einzelnen Buͤndchen auf

dem Felde aufgeſetzt wird. Sehr unbedeutend erſcheinntt der Kartoffelbau auf dem Lande und faſt bloß auf

die Territorien der groͤßern Staͤdte beſchraͤnkt. Die Beackerung der Felder wird mit Pferden

meiſtentheils bewirkt, die vor dem Pfluge, wie vor dem

Wagen, zu zweien gehen. Der erſtere gleicht dem ge⸗ woͤhnlichen ſchleswigſchen, und hat einen Sterz und

ein Seg; der Wagen iſt klein und hat eine ſchmale

Spur(von 3 ½ Fuß Rheiniſch). In der Ernte wird er mit etwas laͤngeren, aber niedrigen Leitern verſe⸗ hen. Die Pferde ſelbſt ſind weder groß, noch ſchoͤn, aber kompakt und zum Zuge geſchickt. Ihr gewoͤhn⸗ liches Geſchirr beſteht in Kumpten von Holz und Strohgeflecht, und deutet auf Einfachheit und Erſpa⸗ rung in der ganzen Landwirthſchaft hin. Ausgezeichnetes bietet die Viehzuchtuͤberall nicht

dar, ſo weit ich ihre bedeutenden Beſtaͤnde in den

Dreeſchweide⸗Koppeln uͤberſehen konnte. In dieſen naͤhrt ſich alles Vieh den groͤßten Theil des Jahres

hindurch Tag und Nacht, indem es theils frei umher

geht, theils getuͤdert wird. Das Tuͤdern ſcheint be⸗