Jahrgang 
23 (1829)
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Ausbildung angehender Landwirthe genuͤgend ſorgen

wollen, muͤſſen auch ihre Privatbeſchaͤftigungen leiten.

Hierbei gilt die Regel, daß man eben ſo ſorgfaͤltig das Unbeſchaͤftigtſeyn vermeide, als einen immerwaͤh⸗ renden Zwang unterhalte. Jenes verleitet zu Abwe⸗

gen, und dieſes wirkt auf maſchinenmaͤßige Bildung.

Es kommen bei einem lebhaften landwirthſchaftlichen Betriebe Zeiten genug, wo vom fruͤhen Morgen bis in die Nacht hinein fuͤr die Aufſeher keine Ruhe ein⸗ tritt. Darum muß ein Lehrherr zwar den Lehrling

in ſolchen Zeiten, wo nach der gewoͤhnlichen Ordnung

der Wirthſchaft keine Geſchaͤfte fuͤr dieſen ſind, be⸗ obachten, aber er muß ihm Freiheit laſſen, die un⸗ beſchaͤftigte Zeit beliebig anzuwenden. Der menſch⸗ liche Geiſt bedarf Erholung, d. h. Abwechſelung. Eine harmoniſche Ausbildung des Menſchen wird faſt nie angetroffen, wenn er angeſtrengt blos einſeitig beſchaͤf⸗ tigt iſt. b

Ein Theil der Sonn⸗ und Feſttage und die Win⸗ terabende ſind fuͤr die Aufſeher in großen Wirthſchaf⸗ ten diejenige Zeit, wo der Geſchaͤftszwang fuͤr ſie nach⸗ laͤßt. Wo eine geregelte Buchfuͤhrung eingerichtet iſt, da ſind ſie theilweiſe immer noch damit beſchaͤftigt. Den uͤbrigen Theil der Sonn⸗ und Feſttage kann man den jungen Leuten gern zu ihrem Vergnuͤgen goͤnnen. 1

In den Winterabenden aber wuͤrden ſie ein un⸗ behagliches Leben fuͤhren, wenn ſie ſich nicht mit Le⸗