Jahrgang 
23 (1829)
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ſen beſchaͤftigten. Ich rathe, daß die Prinzipale ſich hierbei nur als vaͤterliche Rathgeber zeigen, und den Juͤnglingen diejenigen Schriften nennen, welche ſie fuͤr nuͤtzlich zu dem angegebenen Zweck halten. Nach meiner Meinung eignen ſich die Schriften von Schwerz, und die Einleitung zur Kenntniß der engl. Landwirth⸗ ſchaft von Thaer vorzuͤglich dazu, daß ſie Anfaͤngern in der Landwirthſchaft, welche zu dieſem Beruf mit der gehoͤrigen Schulbildung kommen, anempfohlen werden. Sie werden das jugendliche Gemuͤth mit Liebe fuͤr ſeinen Beruf erfuͤllen, und dieſen von ſeiner poetiſchen Seite darſtellen. Dieſe Wirkung wird frucht⸗ bringender ſeyn, als eine unmittelbare Belehrung uͤber einen landwirthſchaftlichen Gegenſtand.

Die meiſten Leute haben uͤber den Nutzen des Leſens eine falſche Anſicht. In einem Zeitalter, wo man ſtets den ſichtbaren Vortheil beruͤckſichtiget, meint man auch, man muͤſſe leſen, um ſich uͤber eine Ge⸗ werbsangelegenheit zu unterrichten.

Ich halte aber dafuͤr, es ſey weit wichtiger, daß der Leſer zum Nachdenken uͤber eine Angelegenheit ge⸗ bracht werde, als daß er ſich unmittelbar unterrichtet.

Das letztere darf wenigſtens nie ein bloßes Aus⸗ wendiglernen des Geleſenen ſeyn, ſoll es Nutzen brin⸗ gen. Wer blindlings nachahmen will, was ein Schrift⸗ ſteller lehrt, dem rathe ich ſtets an, gar nicht zu leſen.

Es liegt in der Natur des landwirthſchaftlichen Gewerbes, daß muͤndliche Mittheilungen der geſammel⸗

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