— 493—
geſtellt haben. So auch hier der Herr Baron von Ehrenfels!— Nach 13 Jahren, wo ihn der Herr Oberamtmann Lezius begreiflich gemacht, daß das, was er gegen die Anwendung und Zweckmaͤßigkeit des blauen Vitriols eingewandt hat, auf keiner praktiſchen Anſicht beruht, ſondern falſch ſey, daß naͤmlich das feine Pulver des Vitriols leicht aufloͤslich ſey, in der jauchigten Wunde ſchnell zerfließe und in alle Theile eindringe(Moͤglinſche Annalen V. Bd. S. 301.), friſcht der Herr Baron dieſen ungegruͤndeten Einwand und ſeine fruͤhern Jeremiaden wieder auf, um dadurch ſeine Leiſtungen, die eben durch alle jene von ihm ſelbſt angefuͤhrten Stellen zu nichte werden, in fri⸗ ſches Andenken zu bringen, ohne zu bedenken, daß, indem er wieder an jene Zeit errinnert, er ſich ſelbſt und ſeinem Publikum den gewaltigſten Hohn ſpricht. O si taucisses, philosophus mansisses. „Myſtificirt,“ faͤhrt Freiherr von Ehrenfels in jenem Aufſatze fort,„durch Streit und Leiden⸗ ſchaft bleibt jedoch die gelehrte und ungelehrte Welt noch immer; verdorben war das praktiſche Reſultat meiner gelungenen Arbeiten zum Theil, und begreif⸗ lich iſt, daß meine Autoritaͤt gegen die eines Thaer's in Colliſionsfaͤllen noch heute weichen muß.“— In dieſer Periode beweiſet Freih. v. Ehrenfels abermals ſeinen gewaltigen Irrthum, denn weder die gelehrte, noch die ungelehrte Welt, wenn ſie ſonſt nur zu le⸗ ſen und zu denken verſteht, iſt uͤber die Reſultate aus


