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ſteigerung auf dem Stamme abgegangen, und hat dagegen die Verſteigerung des auf Klafter geſetzten Holzes in kleinen Looſen von 1, 2, 3 u. 4 Klaftern eingefuͤhrt; allein auch dadurch entſteht noch fuͤr die Mehrheit ein großer Nachtheil, indem die gewerbtrei⸗ benden Bierbrauer, Branntweinbrenner, Pottaſcheſie⸗ der, Kalkbrenner und Baͤcker dabei konkurriren, den Preis ungeheuer in die Hoͤhe treiben, weil ſie durch ihr Geſchaͤft ihr Geld immer wieder herausbringen, der Buͤrger und Landmann aber, der das Holz bloß zum Kuͤchen⸗ und Stubenfeuer bedarf, mit jenen nicht konkurriren kann.
Die Finanzkammer gewinnt freilich auf dieſe Art bedeutend; allein was iſt ein ſolcher Gewinn fuͤr den Staat, wenn die Mehrzaͤhl ſeiner Unterthanen darun⸗ ter leidet, wenn ſich liebloſe Spekulanten zwiſchen ihn und ſeine Kinder ſtellen?
Boden.
Der groͤßere Theil des Bodens iſt ſchwer, alſo thoniger und feuchter Beſchaffenheit. Die Krume iſt eher ſeicht als tief. Der Untergrund beſteht aus fe⸗ ſtem Lehm, haͤufig aus Eiſenſtein. Bei feuchter Wit⸗ terung iſt er nicht gut zu bearbeiten. Bei dem Froſte wird nicht ſelten das Getreide, ſo wie der Klee, aus der Erde gehoben. Beide nehmen daher leicht Scha⸗ den, der Roggen jedoch mehr als der Spelz. Da⸗ her iſt es rathſam, beide Gattungen unter einander


