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ſo gut angebaut und benutzt werden, als waͤre es Privateigenthum, und fuͤr die wachſende Bevoͤlkerung koͤnnte man einen Theil zuruͤck behalten, welcher einſt⸗ weilen in Zeitpacht gegeben werden koͤnnte.“
So weit der Paſtor Pfender. Ich erlaube mir noch zu bemerken, daß Betrachtungen dieſer Art ver⸗ dienen nicht außer Acht gelaſſen zu werden.
Wegeverbeſſerung— Holzmangel.
Die Nothwendigkeit der Verbeſſerung der Wege iſt anerkannt, und zur Herſtellung der Heerſtraßen zahlen die Gemeinden ſeit dem Jahre 1813 ſchon von jedem Franken Steuern 7 Centim. an den Staat, um der Hand- und Spannfrohnen dabei uͤberhoben zu ſeyn. Leider aber iſt ſeit den letzten 3 Jahren nichts gethan, und das Geld zu andern Zwecken ver⸗ wendet worden, ſo daß im verfloſſenen Jahre die Einwohner mit Hand⸗ und Spannfrohnen die Straße von Simmern nach Bingen machen nußien, wovon ſie ſich doch losgekauft haben.
Waͤhrend der franzoͤſiſchen Verwaltung ſind alle Waldungen ſo verhauen worden, daß ſie das Auſehn regelmaͤßiger Forſten verloren haben. Das Syſtem, Alles in Coupen anzuweiſen, und auf dem Stamme an den Meiſtbietenden zu verſteigern, war der Unter⸗ gang der Waldungen und das Verderben der Ein⸗ wohner.
Man iſt zwar jetzt von dem Syſtem der Ver⸗


