Jahrgang 
27 (1831)
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zu ſaͤen. Große Hitze aber ſchadet nicht. Die Thaͤ⸗ ler ſind großentheils moraſtig. Bei Simmern fand ich an vielen Orten einen ſchweren, weißlichen oder hellgrauen Boden, welcher, in den Niederungen von votzuͤglicher Guͤte, zu Gemuͤſen, Wurzelwerk und be⸗ ſonders zum Graswuchſe geeignet iſt. Das darauf gewonnene Gras iſt uͤberaus nahrhaft und gut. Auf den Hoͤhen leidet dieſe Bodenart von unterirdiſchen Quellen.

Duͤnger.

Seine Behandlung verdient keiner Erwaͤhnung. Nuͤr vom Gebrauche des Kalkes bleibt etwas zu ſagen.

Die Brache wird nur dann gekalkt, wenn etwa etwa Stallduͤnger fehlt. Zu Kartoffeln, Erbſen, Nuͤ⸗ ben und Raps wird von fleißigen Bauern Kalk und Duͤnger zugleich angewendet, ſo daß man die geduͤng⸗ ten Kartoffelaͤcker noch im Sommer vor dem Haͤu⸗ feln kalkt, und zwar nicht ſowohl der Kartoffeln, als des darauf folgenden Roggens wegen.

Die Ruͤben⸗ und Rapsaͤcker werden vor der Einſaat gekalkt, und der Duͤnger gemeiniglich erſt nach der Saat aufgefuͤhrt. Erbſenaͤcker, welche bei der Saat mit Miſt bedeckt worden, kalkt man gern, wenn die Erbſen etwas herangewachſen ſind, oder nach ihrer Aberntung zur folgenden Frucht. Man hat hier ſo feſte Erfahrungen uͤber den Nutzen des