bloß vom Holz und dem ſchon vertheilten Gemeinde⸗ land erhoben wuͤrden, ſondern daß auch, was ohne⸗ hin billig iſt, das zur Weide gehende Vieh, und zwar je mehr einer deſſen hat, in ſteigender Progreſſion belegt wuͤrde.. Die beſte Art der Vertheilung waͤre nach mei⸗ ner Anſicht zu lebenslaͤnglicher Nutznießung. Man mache nur das Land nicht durch einen darauf geſetzten Preis, oder gar umſonſt, zu einem Eigen⸗ thum der jetzt lebenden Generation. Dieſe hat es ja als Eigenthum der Geſammtheit von den Vorfahren geerbt, und ſo ſoll ſie es auch den kommenden Geſchlechtern erhalten und uͤberliefern. Es iſt gleichſam ein Familien⸗ Fideicommiß, von welchem man die Zinſen zu genießen hat, aber das Kapital unange⸗ taſtet laſſen muß. Wollte man das uralte Ge⸗ meindeeigenthum jetzt in Privateigenthum umſchaffen, ſo wuͤrde es im Fortgange der Zeit großentheils in die Haͤnde der Reicheren kommen, und den verarmenden oder zahlreicheren Familien waͤre die Huͤlfsquelle ent⸗ riſſen, die ſie vor dem Bettelſtabe ſchuͤtzen kann.— Vielleicht ſteht die Bemerkung hier nicht am unrech⸗ ten Orte, daß das, was Tacitus, mit einem ſaty⸗ riſchen Seitenblick auf die verdorbenen Roͤmer, von unſern deutſchen Altvordern ruͤhmt: es ſey bei ihnen nicht uͤblich, nur eine beſtimmte Anzahl Kinder zu ha⸗ ben, was wohl noch von den Armen, aber nicht mehr
Jahrgang
27 (1831)
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