Jahrgang 
26 (1831)
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ſtuͤcke durchſchneidenden Graͤben, und gewinnt davon ſo viel Heu, um das noͤthige Vieh mit Huͤlfe des reich⸗ lich erwachſenden Strohes durchwintern zu koͤnnen. Im Amte Bleckede im Luͤneburgſchen(ſ. Band 22. S. 230.) ſind mehrere Orte, deren Feldmarken ſo guͤnſtig auf Abwaͤſſerung liegen, daß man faſt gar

keine ordentlichen Abwaͤſſerungsgraͤben zwiſchen den

Landſtuͤcken fuͤr noͤthig haͤlt. Sie moͤgen in fruͤheren Zeiten vorhanden geweſen ſeyn, man hat ſie aber ſeit langer Zeit in ſo weit geebnet, daß nur flache Mulden zuruͤckgeblieben ſind, in denen ſich die uͤber⸗ fluͤſſige Feuchtigkeit von den Feldern ſammelt, und welche dem natuͤrlichen Graswuchſe uͤberlaſſen bleiben. Bei der Getreide-Ernte wird das, in dieſen unter dem Namen:Wildfurchen bekannten Mulden erwachſene Gras getrocknet, und dieſe erſetzen dadurch den außerdem ſehr beſchraͤnkten Wieſenwachs.

In den vorzuͤglichſten Feldmarken des Landes Hadeln(ſ. Bd. 22. S. 160.) giebt es unbedeutend wenig ſtetige Wieſen. Man macht wohl etwas Heu von dem Wechſelweide⸗Lande, verlaͤßt ſich aber groͤß⸗ tentheils auf die Verfuͤtterung des reichlichen Stroh⸗ gewinns, und kauft auch wohl etwas Heu aus den Doͤrfern des nahe belegenen Hadeler Sietlandes, wo bei dem Ueberfluſſe des Heues die tauſend Pfund ſelten mehr als 3 Rthlr. koſten. 1

In den allerbeſten Feldmarken des Landes Wur⸗ ſten(ſ. Bd. 22. S. 151.) ſind⸗ ebenfalls unbedeutend