Jahrgang 
26 (1831)
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tenden vielen Kuͤhe das Heu gewoͤhnlich in hohem Preiſe ſteht. Im Allgemeinen findet man das ſte⸗ tige Grasland nur auf einem Theile der Außendeichs⸗ laͤndereien, auf dem ſehr niedrigen, deshalb zum Ge⸗ treidebau faſt immer zu naͤſſigen Binnendeichslande; auf den anmoorigen Grunbſtuͤcken(ſ. Bd. 20. S. 413.) und auf dem pechartigen Boden, deſſen Bd. 20. S. 422. gedacht iſt. Da nun dergleichen Grund⸗ ſtuͤcke nicht uͤberall befindlich, in manchen Gegenden gaͤnzlich fehlen, dagegen in andern im Uebermaaße vorhanden ſind, ſo iſt die Folge davon, daß man in jenen ſehr wenig, oft gar keine, in dieſen ſolch einen Ueberfluß an ſtetigen Wieſen beſitzt, daß ſie nur ge⸗ ringen Werth haben. Auf ein guͤnſtiges Verhaͤlt⸗ niß zwiſchen Ackerland und Wieſen, welches in an⸗ dern Gegenden ungeachtet daß in neueren Zeiten die letztern durch kuͤnſtlichen Futterbau in ihrem oft uͤbertriebenen Preiſe ſehr bedeutend heruntergeſetzt ſind ſo hoͤchſt ſchaͤtzenswerth iſt, kommt in den Mar ſchen gar nichts an; uͤbrigens hat man die Mittel in Haͤnden, daſſelbe herzuſtellen. Man benutzt aber den beſten Marſchboden lieber als Ackerland oder zur ſtetigen Weide, als daß man ihn zu ſtetigen Wieſen liegen ließe. Der fehlende Wieſenwachs wird auf mancherlei Art erſetzt; z. B. in dem hanndver⸗ ſchen Theile der Vierlande(ſ. Bd. 22. S. 202.) ſind nur die naſſen Aecker dem ſteten Grasbau uͤber⸗ laſſen. Man maͤhet aber die Raͤnder der die Land⸗ R 2