wonnen, im Augenblick des guͤnſtigen Zeitpunkts rei⸗ nen Hafer bekommt und mit der Peitſche auf Tod und Leben getrieben wird, zwingt dem Boden Ernten
ab. Dies viele Angeſpann aber, was im Durchſchnitt doch nicht ſo ſchlecht gefuͤttert wird, iſt es, was uns
arm frißt, oder, um mich gelinder auszudruͤcken, was das Netto ſo ſehr herunterbringt, waͤhrend das Brutto noch ertraͤglich iſt. Nur ein Beiſpiel: Zwi⸗ ſchen Moͤwe und Dirſchau haben wir einen ſchwar⸗
zen naſſen Lehm(eigentlich Thon), der einen Brutto⸗
Ertrag von 13 bis 16 Scheffel Weitzen vom magde⸗ burgiſchen Morgen giebt, was erſtaunend iſt; wo bleibt aber das Netto, wenn der Beſitzer mindeſtens 2 auch 3 Pferde auf die Magdeburger Hufe halten muß? Ochſen koͤnnen hier nicht gehalten werden; denn ein Beſitzer entgegnete mir, daß er es den Ochſen, die er gehabt, nicht haͤtte begreiflich machen koͤnnen, daß ſie heute moͤchten raſcher gehen, weil zwei Tage vor⸗ her gefeiert werden mußte; beim Pferde helfe indeſſen ein Zureden, verſteht ſich, mit der Peitſche. Wer ſolche Ortsverhaͤltniſſe kennt, wo in gewiſſen Zeitpunk⸗ ten das Verſaͤumte nachgeholt werden muß, und die Natur des Ochſen und Pferdes naͤher betrachtet, dem muß der Streit, wegen des Pferde⸗ oder Ochſenhal⸗ tens, ſehr uͤberfluͤſſig vorkommen. Eines Gleichniſſes kann ich mich bei dieſer Gelegenheit nicht enthalten, das freilich den Fehler aller Gleichniſſe hat, d. h. es hinkt, nichts deſto weniger charakteriſirt es doch beide


