Jahrgang 
25 (1830)
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den naßkalten Boden habend, daß er ſich, vermoͤge ſeiner Strenge, nie verſchlammt, hat er leider nur eine zu rauhe Oberflaͤche. Denn ſobald Kloͤße, wie ſtarke Faͤuſte groß, noch auf dem Acker liegen, iſt er nach unſeren Grundſaͤtzen ſchon ſehr gut beſtellt; wer dieſen Boden bei guͤnſtiger Witterung zu klar egget, verliert den Vortheil des Aufeggens, und muß den zu großen Dienſteifer theuer bezahlen, weil ſich hier wieder eine ſolche Borke, nach einem Regen und ſtar⸗ ken Sonnenſchein, bildet, durch die ſelten eine Pflanze durchbrechen kann. Er bringt mitunter erſtaunende Getreideernten, aber nie, wenigſtens ſelten, eine loh⸗ nende Futterernte, konſumirt alſo mehr Miſt als er producirt, und hat daher, ohne ein guͤnſtiges Wieſenver⸗ haͤltniß, meines Erachtens gar keinen Werth. Dabei hat er die Eigenthuͤmlichkeit, daß ihm die beſte Brach⸗ bearbeitung nichts hilft, ſobald man es mit der Saat⸗ furche nicht gehoͤrig abpaßt: denn ein wenig zu naß gepfluͤgt, giebt er gar Nichts, und zu trocken gearbei⸗ tet, geht die Saat nur nach einem durchdringenden Regen auf. Der zu trockne Herbſt des Jahres 1827 und der zu naſſe des Jahres 1828 geben die ſchla⸗ gendſten Beweiſe hiervon; noch ſchlimmer ſieht es aber mit der Sommerſaat aus: bei dieſer muß jeder Moment abgepaßt, und wo moͤglich im Trabe gearbei⸗ tet werden. Ein ſchwerer Schlag gut gefuͤtterter Pferde hilft hier nichts, ſondern ein leichter, wenn auch ſchlecht gefuͤtterter Gaul, der durch Ruhe Kraft ge⸗