das letztere in jeder gut betriebenen Schaͤferei geſche⸗ hen muß, weiß ich ſehr wohl: die Vernachlaͤſſigung, oder die Unmoͤglichkeit der Ausfuͤhrung dieſes Grund⸗ ſatzes iſt aber auf dieſem Boden von viel uͤbleren
Folgen als irgendwo. Wie eben geſagt, ſich ſpaͤter erwaͤrmend, trocknet dieſer Boden auch wiederum viel
ſpaͤter ab, als der mit einem durchlaſſenden Untergrunde verſehene, ſogenannte warme Boden, waͤhrend alſo der Nachbar pfluͤgt und ſaͤet, muß ich feiern; ja ſelbſt im Sommer iſt dieſer Boden, bei anhaltendem Regen⸗ wetter, dem Pfluge nicht zugaͤnglich; nicht einmal die
Miſſtfuhr traͤgt er, man bleibt mit Pferden und Wa⸗
gen liegen. Will man alſo das Verſaͤumte nachho⸗ len, ſo muß man ſtaͤrkeren und mehr Anſpann haben.
Dies mehrere Geſpann iſt aber waͤhrend des langen
Winters, und waͤhrend der Regentage nicht immer moglich zu beſchaͤftigen; man muß alſo ungleich, d. h. waͤhrend der Ruhe ſchlecht und waͤhrend der Arbeits⸗ zeit beſſer, fuͤttern. Dies eben Geſagte gilt theilweiſe auch von einer andern Bodenart, die ſich hier, beſon⸗ ders aber in Oſtpreußen, vorfindet, dem ſogenannten rothen Lehm.
Dieſer magere, zaͤhe, rothe, ſtrenge Lehm, der, um das Ungluͤck Preußens zu vermehren, von den
Boniteurs als Weitzenboden angeſprochen, in die erſte Klaſſe Lit. B. kommt, iſt, ſobald er einen undurch⸗
laſſenden Untergrund hat, der undankbarſte Boden, der ſich denken laͤßt. Den einzigen Vorzug vor dem mil⸗


