Jahrgang 
25 (1830)
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nem Wetter, ſobald er von Quecken rein iſt, in einem gepulverten Zuſtande; nach einem einzigen ſchlimmen Regen verſchlammt er ſich aber, bekommt eine platte Oberflaͤche, die Egge wirkt nicht, weil die Zinken keinen Gegenſtand finden, an dem ſie wirken und, da er zu feſt liegt, nicht eindringen koͤnnen; die Folge davon iſt: er liegt nun todt, weder Sonne noch Mond koͤnnen auf ihn wirken, jeder gegenſeitige Austauſch zwiſchen Acker und Atmoſphaͤre hoͤrt auf. Ich kann jedoch nicht der Meinung des geehrten Verfaſſers jenes Auf⸗ ſatzes unbedingt beipflichten, daß in dem Mangel einer rauhen Oberflaͤche alle Gruͤnde ſeiner Unthaͤtig⸗ keit liegen, ſondern das groͤßte Ungluͤck unſeres Bo⸗ dens liegt im Untergrunde. Sehr wenige Flaͤchen er⸗ freuen ſich naͤmlich in einer gewiſſen Tiefe des San⸗ des, uͤberall beſteht der Untergrund aus unergruͤndli⸗ -chen Thonlagern, die undurchlaſſend keine uͤberfluͤſſige Feuchtigkeit aufnehmen, den Boden naß und, als ſchlechte Waͤrmeleiter, das machen, was wir kalt nen⸗ nen. Die Vegetation faͤngt auf ſolchem naßkalten Boden gewoͤhnlich 10 bis 12 Tage ſpaͤter an, und hoͤrt im Herbſte 10 bis 12 Tage fruͤher auf; denn nach einigen Nachtfroͤſten im Herbſte erkaltet der Bo⸗ den gleich ſo, daß alle Pflanzen kuͤmmern. Drei bis vier Wochen muß alſo der ungluͤckliche Beſitzer ſolches Bodens ſeine Schaafe laͤnger im Stalle fuͤttern, als der Nachbar, und ſelbſt des Sommers, bei anhaltend naßkal⸗ ten Tagen, denſelben im Stalle ein Futter reichen. Daß