Jahrgang 
24 (1829)
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Maſtung hinſichtlich des Duͤngers giebt, und mit einem ſehr geringen Preiſe fuͤr das ohnehin ſchlechte Futter zufrieden ſeyn muß. Zuchtbieh war, wie ge⸗ woͤhnlich auf den Maͤrkten vor Winter, weniger ge⸗ ſucht; dennoch fehlt es in dieſem Jahre mehr als ſonſt an geſundem, gedeihlichem Futter, ohne welches daſſelbe nicht gedeihen und Nutzen ſchaffen kann.

Die Butter iſt gegen voriges Quartal bedeu⸗ kend geſtiegen. Auf einem der groͤßten Buttermaͤrkte, zu Grabow im Mecklenburgiſchen, iſt in dieſem Herbſte das Pfund Butter mit 41 bis 6, ja ſogar mit 6 ½ Schilling Gold bezahlt worden; hier wird das Pfund friſche Tiſchbutter mit 7 Sgr. bezahlt.

Wolle. Der Handel mit dieſem Artikel geht auch in dieſem Herbſte, wie gewoͤhnlich um dieſe Jahreszeit, flau, weil die von den Fabrikanten auf den Wollmaͤrkten erkauften Vorraͤthe noch immer ausreichen. Was daher den Wollproducenten in dieſer Jahreszeit vorzuͤglich intereſſant ſeyn muß, ſind die Nachrichten uͤber den Handel mit wollenen Waaren auf den ver⸗ ſchiedenen Meſſen, ſo wie uͤberhaupt das. Leben in den Wollenwaaren⸗Manufakturen. Auf der Meſſe von Offenbach fand ſich eine große Maſſe von Tuch, welches zwar nicht alles, doch bei weitem zum groͤßten Theil abgeſetzt und zu hoͤheren Preiſen als in der Oſter⸗ meſſe verkauft worden iſt. Die ſchleſiſchen Tuch⸗ fabrikanten haben in dieſem Herbſte bedeutende und gute Geſchaͤfte gemacht, daher in den Werkſtaͤtten große