Jahrgang 
24 (1829)
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Thaͤtigkeit herrſcht. Auch in Aachen iſt man mit dem Leben in den Wollenmanufakturen hoͤchſt zufrieden, und hofft durch den Frieden im Oriente und durch den dadurch neu belebten levantiſchen Handel großen Abſatz und Geſchaͤfte. Im Allgemeinen werden die groben Tuͤcher an meiſten geſucht, daher der Preis der groben Wolle zu dem der feinen im Mißver⸗ haͤltniſſe ſteht; jedoch iſt dieſes nur ein voruͤberge⸗ hender Moment, nach deſſen Verlauf ſich die Preiſe wieder in ein richtiges Verhaͤltniß zu dem Werthe und der Guͤte der Waare ſtellen werden. Durch die kuͤrz⸗ lich in London ſtatt gefundenen Falliſſements von Woll⸗ haͤndlern und Fabrikanten fuͤrchtete man viel fuͤr den deutſchen Wollhandel, und in einem Berichte aus Frankfurt am Main vom 2 ſten September fuͤrchtete man ſogar, daß deutſche, bereits nach England als Conſignationsgut geſandte Wolle von dorther wieder zuruͤckkommen wuͤrde. Dieſem iſt jedoch nicht ſo, und

der hier folgende, datirt London den 15. Sept., von einem ſehr tuͤchtigen engliſchen Hauſe eingeſandte Be⸗ richt wird am beſten uͤber die Nichtigkeit dieſer Furcht, ſo wie uͤber den Wollhandel in der naͤchſten Zukunft, urtheilen laſſen.

Nach der Ihnen wahrſcheinlich laͤngſt bekannten Kataſtrophe, welche vor etwa 14 Tagen unſern Woll⸗ markt erſchuͤtterte ich meine die Falliſſements von T. Wallington u. Comp. und mehrern andern Woll⸗ kaͤufern wodurch im erſten Augenblicke eine faſt

bei⸗