Jahrgang 
24 (1829)
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daß ſie ſteigen muͤſſen, und hiermit ſtimmen auch die Meinungen mehrerer angeſehenen ſoliden Handelshaͤu⸗ ſer uͤberein.

Der Raps iſt, wie wir im vorigen Quartale vermuthet haben, geſtiegen. Das rohe Oel bezahlt man mit 13 Rthlr., das raffinirte mit 14 Rthlr., und es iſt wahrſcheinlich, daß es noch hoͤher geht, da die Rapsernte ſchlecht geweſen, und an Fiſchthran ſehr wenig gewonnen iſt.

Der Branntwein iſt bedeutend gefallen, und es wird der Getreide⸗Branntwein mit 23 ¼½, der Kar⸗ toffel⸗Branntwein mit 20 bis 21 Rthlr. bezahlt, d. h. 200 Quart zu 540 Tralles bei+ 12⁰° R. Tem⸗ peratur. Allein auch dieſer wird und muß wieder ſtei⸗ gen, ſobald das rohe Material, Getreide und Kartof⸗ feln, in die Hoͤhe gehen wird.

Das Vieh, beſonders zur Maſtung, iſt faſt auf allen Maͤrkten zu annehmlichen Preiſen bezahlt, was auch zu vermuthen war, da die große Quantitaͤt von ſchlecht gewonnenem Futter, das nur zur Maſtung

zweckmaͤßig angewendet werden kann, viele Landwirthe,

die ſonſt nicht maͤſteten, in dieſem Jahre zur Vieh⸗ maſtung beſtimmt. Ob aber auch, wegen der groͤße⸗ ren Maſſe von Vieh, welches in dieſem Jahre gemaͤ⸗ ſtet wird, der Gewinn bei der Maſtung den Erwar⸗ tungen der Landwirthe entſprechen wird, iſt eine an⸗ dere Frage, und wahrſcheinlich iſt es, daß mancher Landwirth mit dem indirekten Gewinne, welchen jede

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