— 277—
neuerlichſt wieder bis zum 10. Dezember prorogirt worden iſt.— Auch in Frankreich ſcheint man eine Veraͤnderung in dem Maximum und Minimum zu wuͤnſchen. Ueberdem muͤſſen England, Frankreich und Portugal bei den inneren Zwiſtigkeiten und Gaͤhrungen auf das ſorgfaͤltigſte bedacht ſeyn, daß weder Man⸗ gel an Getreide eintritt, noch ſelbſt nur die Opinion, als ob ſolcher eintreten koͤnnte, ſich verbreitet: muͤſſen alſo auf jede moͤgliche Weiſe dem Volke wohlfeiles Brod zu verſchaffen ſuchen. In Deutſchland ſelbſt wird mancher Scheffel Getreide als Viehfutter ver⸗ wendet werden muͤſſen; denn obgleich Futter genug gewonnen iſt, ſo iſt es doch von ſolcher Qualitaͤt, daß es nur ſehr vorſichtig dem Zuchtviehe gegeben werden kann, und daß von Zeit zu Zeit Getreidefutter fuͤr die Geſundheit der Thiere wohl nothwendig ſeyn möchte. — Die Kartoffeln leiden auch einen Ausfall, beſon⸗ ders in ſchwerem, naſſen Boden, in welchem grade auch Heu, Klee u. ſ. w. ſchlecht eingebracht ſind, daher auch ihre Stelle in manchen Gegenden erſetzt werden muß.— Alle dieſe Ergebniſſe rathen dem Landwirthe, mit dem Verkaufe des Getreides auf keine Weiſe zu eilen, ſondern ruhig die erſten Monate des kuͤnftigen Jahres zu erwarten. Anhaltend heruntergehen koͤnnen die Preiſe auf keine Weiſe; das Wenigſte, was man aber auch ſicher erwarten kann, iſt die Feſthaltung der beſtehenden Preiſe, die Wahrſcheinlichkeit iſt aber,


