Jahrgang 
24 (1829)
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uͤberzeugte, ſo ſchritt man dazu, und rettete ſo alle noch nicht ergriffene Thiere.

Die von Veit und Andern gemachte Behaup⸗ tung, daß bei feinen Schaafen die Pocken verheeren⸗ der wirkten, wie bei groben, hat ſich hier nirgend de⸗ ſtaͤtigt, man hat keinen Unterſchied wahrgenommen. Freilich krepirten bei uns die Schaafe nicht an den natuͤrlichen Pocken; denn nur in zweien der geimpften Heerden hatte man davon etwas bemerkt, die uͤbrigen Schaͤfereien wurden ſchon da geimpft, wie noch keine Spur dieſes gefaͤhrlichen Exanthems in denſelben vor⸗ handen war.

Das auffallende Reſultat in meiner Schaͤferei be⸗ wog den geſchickten Thierarzt Herrn Brandes zu Gr. Floͤthe, die ihm in ſeinem Wohnorte uͤbergebenen drei Schaafheerden, 2500 Stuͤck, ſaͤmmtlich am Ohre zu impfen, wobei ich denſelben, da mich die Sache ſehr intereſſirte, unterſtuͤtzte. Dies geſchah im Auguſt v. J. Der Erfolg war ſo guͤnſtig, wie man es nur erwar⸗ ten durfte. Obgleich dieſe Schaafe am 8ten, 9ten und 10ten Tage nach der Impfung ein mehr bemerkba⸗ res Fieber bekamen, wie die meinigen, und bei einer großen Zahl einzelnſtehende allgemeine Pocken an den unbewollten Stellen ſich zeigten, ſo ſind doch von die⸗ ſer bedeutenden Anzahl nur 5 Stuͤck krepirt, mithin nur ² Procent. Als bemerkenswerth verdient hier an⸗ gefuͤhrt zu werden, daß dieſe Sterbefaͤlle einzig von