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einer gebrauchten, etwas plumpen Impfnadel, womit der Stich leicht etwas tief gefuͤhrt wurde(ich ſelbſt gebrauchte ſolche, weil mir eine beſſere zerbrach) her⸗ zuruͤhren ſcheinen. Nur bei einer der drei Heerden wurde ſie angewandt, und nur unter dieſer fanden ſich Thiere mit ſtark geſchwollenen Ohren, gerade die wa⸗ ren es auch, welche von den allgemeinen Blattern, wozu die oͤrtliche ſtarke Entzuͤndung Veranlaſſung gab, ergriffen wurden; von den uͤbrigen beiden Heerden kre⸗ pirte nicht ein Stuͤck. Bei einer gleichzeitigen, auf dem graͤflichen Gute zu Flachſtoͤckheim, durch den Herrn Adminiſtrator Siemering vollzogenen Impfung, ſo wie bei der etwas ſpaͤteren zu Bahrum, drei Heerden von 1500 Schaafen, iſt gar kein Verluſt geweſen. Meh⸗ rere durch Herrn Brandes vollzogene Impfungen im Amte Wohldenberg gaben daſſelbe guͤnſtige Reſultat. „Ein auffallender, hierher gehoͤrender Fall verdient, weil er ebenfalls deutlich den Unterſchied zeigt, noch bemerkt zu werden. Zu Nordenhof impfte der Schaafmeiſter 90 Hammel am Ohr, ohne daß ein Sterbefall vor⸗ kam; wie er aber eine etwa gleiche Zahl Laͤmmer,
welche in der Regel beſſer durchkommen, theils am
Schwanze, theils an der Keule impfte, weil es ihm ſo befohlen wurde, krepirten dadurch 7 Stuͤck. Intereſſant ſcheint das Reſultat, welches die Im⸗ pfung einer großen und hochfeinen Laͤmmerheerde im Spaͤtherbſte 1828 gab. Der obengenannte Thierarzt, Herr Brandes, welcher ſo viele Beweiſe von der gluͤck⸗


