ander laufen, nicht gefaͤhrlich, im Gegentheil ſollen ſie, zum Zeichen, daß der Impfſtoff wirklich echt und ſchuͤtzend war, immer bei mehreren Thieren der geimpf⸗ ten Heerde vorhanden ſeyn. Faſt immer verſchwin⸗ den dieſe rothen Puͤnktchen binnen 24 Stunden wie⸗ der. Mit Unrecht glaubt man, wenn bei einer Noth⸗ oder Schutzimpfung allgemeine Blattern⸗Eruption er⸗ folgt, dies ruͤhre von fruͤherer Anſteckung her. Eine dunkelrothe, feurige Impfpocke fuͤhrt gewoͤhnlich dieſen allgemeinen Blatternausbruch herbei, und dies um ſo leichter, jemehr der thieriſche Organismus zu einem entzuͤndlichen Zuſtande ſich hinneigt. Robuſte, gutge⸗ naͤhrte Schaafe, fettes Schlachtvieh, haben daher die groͤßte Gefahr zu beſtehen. Daß ſchlaffe Thiere, wie von mehreren Schriftſtellern verſichert wird, am mei⸗ ſten leiden, habe ich bei den zahlreichen Impflingen, die ich zu beobachten Gelegenheit hatte, durchaus nicht bemerkt; im Gegentheil habe ich wohl gefunden, daß bei ſolchen, die an wirklicher Bleichſucht litten, eine mehrmalige Impfung ohne Wirkung blieb.— Man darf daher jenen allgemeinen Ausbruch der Blattern, wenn er erſt am 8ten Tage nach der Impfung, oder ſpaͤter, erfolgt, nur als Folge der Impfung anſehen. Nicht ſelten nimmt aber auch die Schutzpocke am Schwanze oder Schenkel ein dunkelrothes, brandiges Anſehn an; dann iſt es Zeit, um dem weiteren Um⸗ ſichgreifen und dem Brande vorzubeugen, dieſelbe zu
Jahrgang
24 (1829)
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