Jahrgang 
24 (1829)
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von nichts ausblieb. Die Nachimpfung geſchah, weil dieſes ſicherer ſchien, bei jenen 17 Stuͤcken am Schwanze. Die groͤßte Ausdehnung hatten die Pok⸗ ken am 10ten Tage: ihr Umfang war, wo die Im⸗ pfung am Schwanze geſchah, meiſtens der Groͤße eines Thalers zu vergleichen, doch haͤufig von mehr laͤngli⸗ cher Form. Die Pocke erhebt ſich und wird um ſo mehr gewoͤlbt, jemehr ſich der Impfſtoff unter der Epidermis ausbildet und dieſe auftreibt. Die Farbe der Schutzpocke, welche bis dahin dunkelroth war, wurde mehr hellroth und weißlich, hatte einen etwas fettigen Angriff und ein feucht glaͤnzendes Anſehn. Die im Ohre ſich bildende Pocke hat von jener ein ganz verſchiedenes Aeußere: die dunkelrothe Impfſtelle, haͤufig nur einen Viertel⸗Zoll im Durchmeſſer haltend, aber nicht ſcharf begrenzt, treibt das Ohr etwas auf, wird gegen den 10ten Tag wieder blaß, wo ſich dann vom 11ten bis 13ten Tage der waſſerhelle Impfſtoff vorfindet. Spaͤter bildet die Pocke eine dunkle, ſchorf⸗ artige Kruſte, welche nach etwa drei Wochen meiſtens vertrocknet, abfaͤllt und eine kleine Narbe zuruͤcklaͤßt. Gewoͤhnlich zeigen ſich ſelbſt bei dem gutartigſten Ver⸗ laufe der Schutzpocken vom 8ten bis 11ten Tage an den unbehaarten Theilen des Koͤrpers einzelne, ſoge⸗ nannte allgemeine Blattern; ſie pflegen von der Groͤße einer Erbſe, auch nur als rothe Punkte zu erſcheinen, und ſind, wenn ſie einzeln ſtehen, nicht flach in ein⸗

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