darm ergreifen moͤchte, was dann wahrſcheinlich den Brand dieſes Eingeweides und den Tod des Thieres zur Folge haben konnte. Aus dieſer Ruͤckſicht wurde nur bei den Hammeln und Hammellaͤmmern an der unteren Flaͤche des unbehaarten Schwanzes, drei Zoll von deſſen Wurzel, geimpft, wohingegen bei den ſaͤmmtlichen weiblichen Thieren die Impfung an der inneren Flaͤche des Ohres, und zwar in deſſen Mitte, vorgenommen wurde.
Die Manipulation des Impfens darf ich als be⸗ kannt vorausſetzen, und bemerke nur, daß der Stich mit der Nadel nicht tiefer wie bis unter das Oberhaͤut⸗ chen, die Epidermis, dringen darf. Der Impfſtich muß aus dem Grunde ſo flach gefuͤhrt werden, weil ein tieferes Einſtechen gewoͤhnlich eine ſtarke Entzuͤndung zur Folge hat. Aus dieſer Urſache ſind auch ſolche Impfnadeln zu verwerfen, welche eine zu breite Spitze haben.
Obgleich ſich nun bei meinen Schaafen ſchon am vierten Tage nach der Vaccination, beſonders wo ſolche am Schwanze geſchah, ein rother Punkt zeigte, wel⸗ cher das Aufgehen der Schutzpocke erkennen ließ, ſo war doch erſt am 7ten und Sten Tage ſicher zu be⸗ ſtimmen, wo die Impfung gewirkt hatte. Unter 300 am Ohre geimpften Schaafen fanden ſich funfzehn, unter eben ſo viel am Schwanze geimpften nur zwei Stuͤck, wo die Pocke nicht aufging. Einige Monate ſpaͤter impfte ich nochmals 100 Stuͤck am Ohre, wo⸗


