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es in Frankreich ſtehen. Dieſes Land, welches noch einmal ſo viel Einwohner als England hat (30,600,000), hat, wie weiter vorn erwaͤhnt iſt, eine eben ſo ſchlechte Ernte als England gemacht, und bedarf, da die Vorraͤthe aus vorigen Jahren nicht bedeutend ſeyn ſollen, gewiß eine nicht viel geringere Zufuhr wie dieſe. Hamburger Berichten zufolge ſind daher ſchon ſehr bedeutende Auftraͤge auf Getreide von dort her eingegangen, und aus Danzig ſind ſchon 17,000 Quarter nach Frankreich verſchifft. Nicht viel beſſer ſteht es, den Nachrichten zufolge, in Spanien, Portugal und Italien. Leider, daß wir aus dieſen Laͤndern nicht ſo genaue Angaben haben als aus England, ſonſt wuͤrde ſich wahrſcheinlich die Noth in jenen Laͤndern, wo nicht groͤßer als hier, doch gewiß eben ſo groß ergeben. Auf alle jene Laͤn⸗ der hat nun auch in dieſer Hinſicht der Krieg mit der Pforte einen bedeutenden Einfluß; jene große Quantitaͤten von Getreide, welche aus dem ſuͤdlichen Rußland durch den Archipel in dieſe Laͤnder ſonſt ge⸗ gangen ſind, bleiben jetzt aus, theils weil in jenen Gegenden eine bedeutende Armee zu verproviantiren iſt, theils weil die Dardanellen geſchloſſen ſind, und die Feindſeligkeiten mit den Raubſtaaten die Fahrt gewagter und unſicherer machen als ſonſt.
Nach allen dem Geſagten koͤnnte nun das De⸗ ficit in jenen Laͤndern nur durch vorraͤthiges Ge⸗ treide von fruͤheren Ernten gedeckt werden, allein


