Jahrgang 
22 (1828)
Einzelbild herunterladen

563

genden Getreides, wodurch das Angebot größer wurde als die Nachfrage. Preisſchwankungen dieſer Art werden auch noch ferner ſtatt finden, allein dieſe er⸗ eignen ſich jedesmal, wenn irgend einer Waare eine beſonders guͤnſtige Conjunctur beborſtehet. Um ſo guͤnſtiger ſich dieſelbe geſtaltet, um ſo groͤßer ſind auch die Schwankungen, und dieſe treten um ſo ſchneller ein, um ſo weniger die Waare entbehrt wer⸗ den kann, wie dieſes z. B. bei Lebensmitteln der Fall iſt. Dieſe Erſcheinung laͤßt ſich aber auch leicht erklaͤren, denn verſtaͤndige mit der Sache vertraute Maͤnner, die klar in die Zukunft zu ſehen vermoͤgen, ſuchen, ſobald ſie uͤberzeugt ſind, daß die gewonnene Ernte ſchwerlich zureichend ſeyn kann, den Bedarf zu decken und Vorraͤthe anzuſchaffen. Da man auch hier, wie uͤberhaupt, das Verfahren verſtaͤndiger und ſcharfſichtiger Menſchen zu befolgen gewohnt iſt/ ſo wird in kurzer Zeit die Speculation allgemein, und es pflegt eine wahehafte Speculations⸗Wuth einzu⸗ treten. Die Producenten, durch den ploͤtzlich ſteigen⸗ den Preis aͤberraſcht, ſuchen von den eingetretenen guͤnſtigen Umſtaͤnden Vortheil zu ziehen, und bieten alles zum Verkaufe an, was ſie auf irgend eine Weiſe aufzubringen im Stande ſind. Auf dieſe Weiſe muſſen daher Schwankungen eintreten, bis das An⸗ gebot durch das Nichtdaſeyn von Vorraͤthen im Ver⸗ haͤltniß zu der Nachfrage regulirt wird. Wie ſtark die Zufuhr von Getreiden in London geweſen iſt, be⸗ Nn 2 1