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baut, und aus dem bisher viel ausgefuͤhrt worden iſt, ſo gering, daß man der Einfuhr bedarf. Laͤngs dem mittellaͤndiſchen Meere iſt die Ernte des tuͤrki⸗ ſchen Weitzens, das vorzuͤglichſte Nahrungsmittel des Volkes in dieſer Gegend, gaͤnzlich mißrathen.— Die Kartoffelernte iſt dagegen im Allgemeinen guͤn⸗ ſtiger ausgefallen, allein der Froſt vom 4. bis zum 10. November, zu welcher Zeit noch ein ſehr großer Theil von Kartoffeln in der Erde, ja auf manchen Guͤtern die Ernte von 60 bis 70, ja noch mehreren Morgen in derſelben war, moͤchte die Ernte bedeu⸗ tend im Werthe verringern. Hier und da ſollen ſelbſt hunderte von Winspeln Kartoffeln, die zwar ſchon aus der Erde und in Haufen gebracht, nicht aber bedeckt waren, erfroren ſeyn. Wenn auch die in dieſer Zeit aufgenommenen Kartoffeln nicht ganz erfroren ſeyn ſollten, ſo haben ſie doch gewiß vom Froſte gelitten und machen eine große Aufmerkſam⸗ keit hinſichtlich der Aufhewahrung nothwendig. Die⸗ jenigen unſerer verehrten Leſer, welche in dieſer Bezie⸗ hung gelitten haben ſollten, machen wir darauf auf⸗ merkſam, daß der Froſt das Staͤrkemehl nicht zerſtoͤrt, und daß daher gefrorne Kartoffeln ſehr wohl zur Brannt⸗ weinbrennerei und Kartoffel⸗Syrops⸗Fabrikation zu ge⸗ brauchen ſind, zu welcher letzteren wir hier eine große Quantitaͤt gefrorner und an der Luft getrockneter Kar⸗ toffeln ſchon fruͤher mit großem Gewinn angewandt ha⸗ ben. Man ſehe uͤber dieſen Gegenſtand die Annalen des


