naͤmlich auf dem Boden ungleich leichter trocknen und bearbeiten als das noch im Strohe befindliche. In ſolchen Faͤllen ſind Dreſch⸗Maſchinen an ihrer Stelle, und die Art und Weiſe, wie die Eſth⸗, Liev⸗ und Kurlaͤnder ihr Getreide vor dem Dreſchen doͤr⸗ ren, vorzuͤglich beachtenswerth. Hinſichtlich der Quan⸗ titaͤt der Fruͤchte nach Garbenzahl iſt die Ernte, ſo viel uns bekannt geworden, doch in einzelnen, aber beſchraͤnkten Diſtrikten zur Zufriedenheit des Landwir⸗ thes ausgefallen, nicht aber ſo hinſichtlich der Quan⸗ titaͤt der Scheffelzahl, denn auch nicht eine Gegend von Deutſchland iſt uns bekannt geworden, in wel⸗ cher man nicht uͤber geringen Ausdruſch und Unvoll⸗
kommenheit des einzelnen Kornes klagte. Hiervon
ſcheint jedoch die Gerſte nach Kartoffeln eine Aus⸗ nahme zu machen, welche gut lohnen ſoll. Erbſen, Lein, Hanf u. ſ. w. ſcheinen beſſer gerathen zu ſeyn. So wie die Ernte dieſemnach in den meiſten Pro⸗ vinzen Deutſchlands im Allgemeinen ſchlecht geweſen iſt, ſo verhaͤlt es ſich auch, den Nachrichten in oͤf⸗ fentlichen Blaͤttern zufolge, nicht nur in den uͤbrigen Laͤndern Europa's, ſondern ſogar auch in Amerika. Aus Polen ſind die Nachrichten uͤber die Ernte ſchlecht, in England und Frankreich iſt, officiellen Berichten zufolge, die Ernte um 3, ja ſogar um 4 ſchlechter als eine mittelmaͤßige, in den vereinigten Staaten von Nordamerika iſt ſie nicht reichlich, und in Ka⸗ nada, einem Lande, in welchem ſehr viel Getreide ge⸗


