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Ackerbaues, Band III. Seite 389. und Band XI. Seite 1. nach.
Klee, ſo wie uͤberhaupt Futterkraͤuter und Fut⸗ tergewaͤchſe, ſind ſehr reichlich geerntet, Unterfruͤchte, z. B. Nunkelruͤben, ſind im Allgemeinen ſehr groß geworden, ſo daß man hie und da Ruͤben von 20 und einigen Pfunden gehabt hat. Der faſt beſtaͤn⸗ dige Regen hat jedoch auch die Ernte dieſer Produkte ſehr erſchwert und koſtſpielig gemacht. Das Trock⸗ nen der Futterkraͤuter hat gleichfalls, der Witterung wegen, einen groͤßern Koſtenaufwand verurſacht als gewoͤhnlich, und dennoch iſt manches Fuder verdor⸗ ben. Wir glauben daher auch, daß gut gewonnenes Heu in dieſem Jahre zu den Seltenheiten gehoͤrt, und viele Vorſicht beim Verfuttern nothwendig ma⸗ chen wird. An den Strom⸗ und Flußwieſen, wo durch den vielen Regen großes Sommerwaſſer ent⸗ ſtanden, iſt faſt uͤberall die Nachmath, wo nicht ganz, doch groͤßtentheils verdorben. Auch iſt es wahr⸗ ſcheinlich, daß in Folge der naſſen Witterung nicht nur Futterkraͤuter, ſondern auch Ruͤbenarten waͤßri⸗ ger, und die Getreidearten leichter geworden ſind als ſonſt, denn durch vielfache Beobachtung iſt es dar⸗ gethan, daß Ruͤben, Gemuͤſe, Obſt u. ſ. w. in naſ⸗ ſen Jahren weit weniger ſchmackhaft ſind als in trockenen, und daß, um eine gleiche Produktion an thieriſchen Erzeugniſſen, ſey es Fleiſch, Wolle oder Milch, zu erhalten, man eine groͤßere Quantitaͤt Fut⸗


