ſeine Vortraͤge uͤbergab er ſeinem juͤngſten
Sohne, und in manchen Augenblicken wurde auch die Abnahme ſeiner Geiſteskraͤfte gar ſehr bemerkbar. Oft klagte er jetzt uͤber Schmer⸗ zen auf der linken Seite des Kopfes und uͤber zunehmende Schwaͤche ſeiner Augen, woraus ſein zweiter Sohn, der Arzt in Berlin iſt, und der ihn ſehr fleißig beſuchte, ein Leiden des Ge⸗ hirns, welches ſich ſpaͤterhin auch leider beſtaͤ⸗ tigt hat, vermuthete. Von dieſen ſchweren Lei⸗ den ergriffen, ertrug er ſie doch mit ſeltener Geduld und Ergebenheit, und es zeigte ſich auch hier die Ungewoͤhnlichkeit ſeines Geiſtes und die Kraft, mit welcher dieſer den irdiſchen Koͤrper beherrſchte. Ob er ſeine Krankheit er⸗ kannt hat? iſt zweifelhaft; denn ob man gleich glauben ſollte, daß er als geweſener Arzt, der mit ſeltener Beſtimmtheit Krankheiten erkannt und mit Umſicht geheilt hat, ſeine Krankheit erkannt haben muͤßte, ſo ſprechen doch einige muͤndliche Aeußerungen von ihm dagegen, ſo, daß man bis zum letzten Augenblicke ſeines Le⸗ bens ungewiß geblieben iſt, ob jene Aeußerun⸗ gen aus Ueberzeugung oder aus Schonung fuͤr die, um ſein Krankenbette ſtehenden Geliebten
hervorgingen.
kranken Tagen, war ihm Geſellſchaft erfreulich,
Wie in geſunden ſo auch in


