Jahrgang 
21 (1828)
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Stoppelfeldern finden, beſteht groͤßtentheils aus er⸗ ſtorbenen Grashalmen, und iſt in ſeiner naͤhrenden Kraft dem Sommerſtroh wenig vorzuziehen, dennoch muͤſſen die Thiere dabei die Einfluͤſſe rauher Witte⸗ rung und die Anſtrengung weiter Maͤrſche ertragen. Nebenfutter muß alſo ihre Kraft ſtaͤrken, dieſerhalb daſſelbe ſehr naͤhrend ſeyn, und wird in den meiſten Faͤllen vortheilhaft aus Nuͤben, in deren Ermange⸗ lung aus Kartoffeln beſtehen. Letztere aber werden, um Durchfall zu vermeiden, zweckmaͤßiger am Abend gegeben. Die Laͤmmer, welche im Herbſte an Wuͤr⸗ mern in Lunge, Magen und in den Gebaͤrmen litten, ſind bei guter, zweckmaͤßig eingerichteter Pflege in dichten Staͤllen gaͤnzlich hergeſtellt. In ſolchen Stäl⸗ len aber, wo ſie den Einfluͤſſen der ſtarken Wechſe⸗ lung des Wetters nicht entzogen werden konnten, fan⸗ den ſich andere Krankheiten ein, weil die Beſſerung durch widrige Wettereinfluͤſſe aufgehalten ward, und dieſe wurden oft toͤdtlich, als Lungenuͤbel, Herzwaſſer⸗ ſucht und andere aus Schwaͤche hervorgehende Krank⸗ heiten ſich aͤußernd. Ueberall litten Heerden, welchen noch im Herbſte die Schaafpocken geimpft wurden, wenig, aber ſehr verheerend zeigten ſie ſich(15 pro Cent und mehr hinwegraffend), wo ſpaͤte Noth⸗ impfung Statt fand, und die heftigen Froͤſte auf die kranken Thiere eben ſo ſchaͤdlich, wie die ploͤtz liche Abwechſelung naſſer und feuchter Witterung ein⸗ wirkte.