— 658— Handelsconjuncturen hatte, freilich verſchieden geſtellt, gingen bald etwas in die Hoͤhe und fielen wieder herunter, waren jedoch im Allgemeinen in ziemlich richtigem Verhaͤltniſſe mit dem Ernteertrage. Sie ſind faſt allenthalben doppelt ſo hoch geweſen, als ſie in dieſem Quartale des vorigen Jahres waren, und dies ſtimmt mit dem Zuruͤckſchlagen der letzten Ernte, hinſichtlich des verkaͤuflichen Ueberſchuſſes. Specula⸗
tion auf Getreidehandel, von welcher wir allein ein
höheres Steigen der Preiſe uͤber den verhaͤltnißmaͤ⸗ ßigen Durchſchnittsſtand der letztern Jahre erwarten koͤnnen, iſt noch nicht eingetreten. Die Erwartungen von der Abaͤnderung der britiſchen Korngeſetze ſind lange ſchwankend geblieben und ſie iſt nun endlich ſo ausgefallen, daß bei den Preiſen, die jetzt bei uns und in England beſtehen, kein Korn von den Oſiſee⸗ und Elbregionen dahin ausgefuͤhrt werden kann, viel⸗ mehr das, was bei den guten Winterwegen nach den Haͤfen hingebracht worden, ins Land zuruͤckgehen muß. Ein verbeſſerter Zuſtand iſt es aber doch, denn er wird verhindern, daß das Getreide nach reicheren
Ernten nicht ſo tief ſinke, und ſo unverkaͤuflich
ſei, wie es in den letzten Jahren war. Hoͤhere Preiſe im Verhaͤltniß der Ernten werden wir nur erlangen, wenn der Werth des Geldes und der Geldeapitale wieder faͤllt, oder, was daſſelbe iſt, alle Waaren wieder im Preiſe ſteigen. Dies wird wahrſcheinlich einmal, aber wohl nicht ſo bald geſchehen. Die Pro⸗
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