Jahrgang 
19 (1827)
Einzelbild herunterladen

649

kann, ſo giebt man in die Loͤcher, worin man ſie ſetzt, zuvor etwas Sand, indem ſie dann beſſer wachſen.

Mehrere Holzarten, welche die Moorcoloniſſten, zum Schutze gegen Wind und Wetter, in der Naͤhe der Wohnungen anzupflanzen pflegen, wachſen bis zu einem gewiſſen Alter ſehr uͤppig, ſtets iſt jedoch das Holz der Baͤume weich und muͤrbe.

Die Kiefer(Pinus silvestris) wird rotholmig, ſobald ſie ein Alter von 40 Jahren erreicht hat und die Fichte(Pinus abies) faͤngt ſchon im 30ſten Jahre an faul zu werden. Stuͤrme wehen ſie je⸗ doch mehrentheils ſchon vor dieſer Zeit um, indem ihre Wurzeln im lockeren Moorboden keine Halt⸗ punkte finden. Eichen wachſen ſehr kuͤmmerlich, ſo⸗ bald der Moostorf noch ſaͤmmtlich vorhanden iſt, al⸗ lein ſie gedeihen vortrefflich, wenn man den Torf groͤßtentheils weggenommen hat und der Untergrund zugleich lehmig oder ſteinig iſt(aus Gruͤnden, welche aus dem Vorhergehenden leicht zu entwickeln ſind) daſſelbe iſt der Fall bei allen uͤbrigen Holzar⸗ ten. Birken wachſen von den Waldbaͤumen auf dem eigentlichen Hochmoorboden am beſten, beſonders die

ſchwarze Birke(Betula pubescens). Erlen ſtehen

den Birken wenig nach. Eſchen gedeihen zwar ziem⸗ lich gut, jedoch ſcheinen ſie nicht an ihrem rechten Orte zu ſeyn, denn ihr Laub iſt ſtets gelb gefaͤrbt.