Jahrgang 
18 (1826)
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macht, iſt der faſt allenthalben ſich vermehrende, fuͤrchterliche Mangel an Waſſer. Selbſt Brunnen, die ſich bisher gehalten hatten, fangen an zu verſie⸗ gen. Wir duͤrfen mit Wahrſcheinlichkeit hoffen, daß die Natur das geſtoͤrte Gleichgewicht in der Verthei⸗ lung des Waſſers uͤber den Erdboden wieder herſtel⸗

len werde, und daß wir anhaltend ſtarken Regen

noch vor Winter bekommen, ſonſt wuͤrde daraus ein

Zuſtand entſtehen, wovon uns die Geſchichte kein

Beiſpiel aufbewahrt hat. Sehr merkwuͤrdig iſt es, daß die außerordentliche Duͤrre und Hitze dieſes Som⸗

mers nicht einzelne Laͤnder, ſondern den ganzen noͤrd⸗

lichen Theil des Erdkreiſes betroffen hat, indem wir

dieſelben Klagen uͤber Trockenheit und Waſſerman⸗ gel auch aus Amerika vernehmen.

Die Kartoffeln. Da die diesjaͤhrige Witterung darauf einen eig⸗ nen, obwohl nicht ſo nachtheiligen Einfluß gehabt hat, als man es fruͤher faſt allgemein beſorgte, und

ſie jetzt zu unſern wichtigſten Erzeugniſſen gehoͤren,

indem ſie haͤufig den Angel ausmachen, worauf das ganze Getriebe unſerer Wirthſchaft ruhet, ſo verdie⸗

neen ſie eine genauere Beobachtung ihres diesjaͤhri⸗

gen Vegetations⸗Proceſſes.

Sie blieben bei der kalten Witterung des Mai und des erſten Theils des Juni lange zuruͤck. Man ſchiebt dies unrichtig auf die Trockenheit, denn dieſe

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