Jahrgang 
18 (1826)
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niedergebeugt von ihren Folgen dennoch nur von dem Zufalle eine Aenderung dieſes heilloſen Zuſtan⸗ des erwartet, und auch mit ſolcher blinden Zuverſicht

darauf hofft, die wirklich in Erſtaunen ſetzt. Sie

bedenkt nicht, daß ſie Deutſchland faſt nur in ſturm⸗ bewegter Zeit geſehen hat, deren Ereigniſſe oft in gro⸗ ßen Theilen des Landes den Landwirthſchaftsbetrieb ganz hemmte, oder wenigſtens ſo verſchlechterte, daß es an der Erzielung der noͤthigen Subſiſtenzmittel gebrach, mit welchen deshalb entlegene Theile des Vaterlandes aushelfen mußten, jene alſo ſchon an ſich im Preiſe ſtiegen; daß durch dieſe Ereigniſſe Millionen fremder Krieger herbeigezogen wurden, die gut leben wollten und viel verzehrten; daß in Ge⸗ folge der kriegeriſchen und diplomatiſchen Ereigniſſe eine Maſſe Capitale in Bewegung geſetzt wurden, wie fruͤherhin noch nie der Fall geweſen war, wodurch um ſo mehr die gewoͤhnlichen Verhaͤltniſſe zwiſchen den landwirthſchaftlichen Erzeugniſſen und ihren Prei⸗ ſen aufgehoben wurden, je ſchneller die Geldmaſſen zirkulirten, und wir zugleich zufaͤllig einige Jahre lang eine bedeutende Getreideausfuhr an die geld⸗ reichſte Nation der Erde zu ſehr hohen Preiſen hat⸗ ten, weil ſelbige von Mangel heimgeſucht wurde. Befragen wir aber die Geſchichte des landwirth⸗ ſchaftlichen Handels, ſo werden wir durch ſelbige be⸗ lehrt, daß Deutſchland bei gewoͤhnlicher Frucht⸗ barkeit und zu Zeiten der Ruhe ſtets ſolche