Jahrgang 
17 (1826)
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rer kaufen, als andre vorher gekauft haben. Ich ſehe daher in dieſer Vervielfaͤltigung der Wollmaͤrkte nur eine Zerſtoͤrung des Markthandels mit Wolle und hoffe, daß man ſich um ſo mehr gedrungen ſe⸗ hen wird, zu einem Niederlagshandel uͤberzugehen. Dieſer wird bei den großen Fortſchritten, die unſre einlaͤndiſchen Fabriken neuerlich gemacht haben, um ſo mehr gedeihen, da er dieſen die große Erleichte⸗ rung giebt, Wolle jeder Art, zu jeder Zeit und in der Quantitaͤt, wie ſie ſolche gebrauchen, zu erhalten. Und ſelbſt fuͤr den auswaͤrtigen Kaͤufer werden ſolche Niederlags⸗ und Conſignations⸗Wollhandlungen weit bequemer und anziehender ſeyn, als die Maͤrkte. Der relative Werth der Wolle wird eine feſtere Be⸗ ſtimmung erhalten, weil hier eine genauere Unterſu⸗ chung, als auf den Maͤrkten, ſtatt finden kann. Dem ganzen Wollverkehr wuͤrde ein neues Capital zuge⸗ fuͤhrt werden. Allerdings aber erfordern ſolche Nie⸗ derlags⸗Handlungen große merkantiliſche Umſicht, Genauigkeit und Thaͤtigkeit, nebſt einer ſcharfen Waa⸗ renkenntniß. Denn als ein bloßer Magazinverkauf duͤrfen ſie nicht betrieben werden.

Wenn uͤbrigens die mittelfeine Wolle einen Ab⸗ ſchlag von 25 p. C. gegen voriges Jahr nur erlei⸗ den ſollte, ſo haͤtte man ſich eigentlich nicht zu be⸗ klagen. Um ſo viel und zum Theil noch mehr, war ſie gegen den Durchſchnitt der vorhergehenden ſechs