Jahrgang 
17 (1826)
Einzelbild herunterladen

auf manchem ihnen unangemeſſenen aber auch kuͤm⸗ merlich. In andern Gegenden ſoll der Raps an vielen Stellen ausgewintert ſeyn. Da die Bluͤthe jetzt hervortritt, iſt ihm eine guͤnſtigere Witterung ſehr zu wuͤnſchen.

Die Beſtellung des Sommerfeldes iſt durch die bisherige Witterung oft geſtoͤrt worden. Da aber im Herbſt viel vorbereitet werden konnte, ſo wird man dies nicht ſehr empfinden.

Die Preiſe

des Getreides ſind ſo, daß man kaum davon reden mag. Sie ſind jetzt in den Gegenden Deutſchlands, beſonders des preußiſchen Staats, wo ſie fruͤher noch am beſten ſtanden, am tiefſten gefallen, namentlich in den Rheingegenden und in Schleſien. Um eine Kleinigkeit ſind ſie wohl in den oſtſeeiſchen Gegen⸗ den geſtiegen, aber durchaus nicht im Verhaͤltniß des hier jetzt fuͤhlbar werdenden Ruͤckſchlags der vorigen Ernte. Die Urſach liegt, wie oft geſagt, in der gaͤnzlichen Niedergeſchlagenheit alles Handels und ſelbſt der kleinen Speculation auf Getreide. So lange der woͤchentliche Bedarf zu Markte kommt, kauft niemand mehr, und iſt eine Kleinigkeit daruͤber, ſo faͤllt der Preis noch tiefer. Ob nun nicht vor der Ernte noch Mangel entſtehen und dann der Preis ſchleunig ſteigen werde, laͤßt ſich freilich nicht be⸗ rechnen.