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nicht hinderlich iſt, beweiſet ebenfalls Mecklenburg⸗ Schwerin, deſſen Einwohnerzahl ſeit ſeiner Einfuͤh⸗ rung im ſteten Wachſen geblieben iſt. Im Jahre 1817 hat ſie 358,730, und im Jahr 1822 bereits 401,777 Seelen nach amtlichen Angaben betragen! Bei vorurtheilsfreier Erwaͤgung aller Umſtaͤnde, leuchtet es lichtlich ein, daß die Ackerlaͤnderei an Triebkraft gewinnen muͤſſe, wenn ſie von Zeit zu Zeit einige Jahre dem Graswuchſe zur Viehweide uͤberlaſſen bleibt, und dann erſt wieder einige Jahre zum Getreidebau benutzt wird. Es leuchtet ferner eben ſo leicht ein, daß Laͤnderei, welche wegen des Getreidebaues gedraͤngt wird dieſerhalb mehr und kraͤftigere Viehnahrung gewaͤhren muͤſſe, wenn ſie zur Weide an die Reihe kommt,— vorausgeſetzt, daß ſie durch den Getreidebau nicht erſt aufs ſtaͤrkſte ausgemagert iſt,— als duͤrre Heide oder Kalk⸗ und Sandberge, welche immer zu wilder Weide dienen. Es iſt alles ſchon a priori zu ſchließen, daß die Ge— treideproduktion wenigſtens nicht abnehmen koͤnne, wenn ihr auch bei der Schlag⸗- und Koppelwirth⸗ ſchaft wirklich weniger Flaͤchenraum gewidmet wer⸗ den koͤnnte, da das Fehlende durch die groͤßere Er⸗ giebigkeit des kultivirten Theils erſetzt wird. Der Mehr⸗Ertrag der verbeſſerten Weide waͤre wenigſtens reiner Gewinn der Schlag⸗ und Koppelwirthſchaft. Jetzt werden dieſe Vorausſetzungen durch hun⸗ dertjaͤhrige Erfahrungen auf das Glaͤnzendſte, Unwi⸗


