Jahrgang 
16 (1825)
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Richtiger waͤre es wohl ausgedruͤckt, wenn man ſagte: nddaß ſie fuͤr ſolche Gegenden beſonders heilſam

waͤre, welche ſchlechten unergiebigen Boden, oder ſolche uͤble Lage haben, daß die Culturkoſten deſ⸗ ſelben unverhaͤltnißmaͤßig hoch ſind, und der Er⸗ trag wegen nachtheiliger klimatiſcher Einfluͤſſe, un⸗ gewiß iſt.

In ſolchen Gegenden kann ſich nur eine geringe Menſchenmenge ernaͤhren, wenn ſie zu ihren Erhal⸗ tungsmitteln nur Landwirthſchaft beſitzt, wie das in Mecklenburg und Holſtein der Fall iſt.

Die Schlag⸗ und Koppelwirthſchafts⸗Einrichtung gewaͤhrt in ſolchen Gegenden, wie es augenſcheinlich zu Tage liegt, das einzige Mittel, daß ſich mit der Zeit mehr Menſchen vom Boden durch ſein ſteigen⸗ des Produktions⸗Vermoͤgen ernaͤhren, und auch Wohl⸗ ſtand erwerben koͤnnen.

Die noch geringe Bevoͤlkerung dieſer Gegenden darf nicht als eine Folge der betriebenen Schlag⸗ und Koppelwirthſchaften betrachtet werden. Sie liegt in der natuͤrlichen Unergiebigkeit eines großen Theils des Bodens, und in der Vertheilung deſſelben, indem eine unverhaͤltnißmaͤßig große Anzahl großer Beſitzun⸗ gen vorhanden iſt, deren Mecklenburg⸗Schwerin allein 965 Hauptguͤter zaͤhlt.

Daß uͤbrigens das Schlag⸗ und Koppelwirth⸗ ſchafts⸗Syſtem der Vermehrung der Menſchenmaſſe