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nur wenig oder gar nicht vorhanden, ja daß nicht einmal die Weide in den Waldungen uͤblich iſt, wes⸗ halb die Viehweide in den meiſten Faͤllen auf der, zu ſolchem Behnfe abwechſelnd liegen bleibenden Acker⸗ laͤnderei ſtatt findet, zu der man ſaͤmmtliche getheilte Gemeinheiten und geweſene wilde Weide geſchlagen, wenn ſie ſich nur irgend dazu gepaßt hat.
Wenn man hingegen die Flaͤchen berechnet, welche in den Felderwirthſchaften zur Viehweide die⸗ nen, und zu ſolcher oft lediglich liegen bleiben muͤſ⸗ ſen, ſo ſtehen ſelbige haͤufig genug im Nachtheile, und das um ſo mehr, je ſchlechter ihr Boden iſt, oder je unguͤnſtiger die Oertlichkeit, Lage und Klima einwirken.
Die Meinung, daß bei Einfuͤhrung der Schlag⸗ und Koppelwirthſchaften die Menſchen durch die grö⸗ ßeren Heerden Vieh verdraͤngt wuͤrden, welche man auf den, ihnen zur Weide eingeraͤumten großen An⸗ theilen des Ackerlandes anſchaffte, hatte ſich in allen Gemuͤthern ſo feſtgeſetzt, daß ſie die Urſache zu den Verfolgungen wurde, denen von der Luͤhe nnd ſeine Anhaͤnger ausgeſetzt waren.
Dieſe Meinung ſitzt noch heutiges Tages bei allen den Landwirthen feſt, welche nur reine Felder⸗ wirthſchaften, aber nicht das Weſen von Schlag⸗ wirthſchaften kennen. Man haͤlt ſie fuͤr menſchen⸗ leere Staaten heilſam, und beruft ſich zur Begruͤn⸗ dung dieſer Meinung auf Mecklenburg.


