Jahrgang 
16 (1825)
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Kapitaliſten aus Mittel⸗Deutſchland ſich in Mecklen⸗ burg ankauften, ſie aus ihrer Heimath Oekonomen nach Mecklenburg ſchickten, um ihre daſige Beſitzun⸗ gen nach gewohnter Felder⸗Eintheilung durch ſteten Getreidebau zu bewirthſchaften. Die Erfolge davon ſind nicht erwuͤnſcht geweſen, zumal wenn ſolche Be⸗ ſitzungen in den ſchlechtern Sandgegenden Mecklen⸗ burgs belegen waren.

Den Lanwirthen, welche an Drei⸗, Vier⸗, Fuͤnf⸗ Felderwirthſchaften mit ſtetem Fruchtbau gewoͤhnt wa⸗ ren, wollte ein Wirthſchafts⸗Syſtem nicht behagen, von dem ſie groͤßtentheils Nichts weiter wußten, als daß deſſen Baſis iſt, daß, außer den ſtetigen na⸗ tuͤrlichen ³½,, 8,, auch wohl die Haͤlfte und noch mehr des Ackerlandes, dem Graswuchſe, behufs der Viehweide, uͤberlaſſen bleibt.

Man betrachtete dies als alte Barbarei, als einZnruͤckſeyn im verbeſſerten Landwirthſchafts⸗ betriebe. Man ſchmeichelte ſich mit dem Gedanken, durch Uebertragung der Felderwirthſchaften den meck⸗ lenburgſchen Landwirthen ein hellleuchtendes Licht an⸗ zuzuͤnden, deſſen Schein ſie erleuchten ſollte, um ihren vermeintlichen Schlendrian zu verlaſſen. Man ver⸗ ſprach ſich ſelbſt davon großen Gewinn. Aber man wußte nicht oder bedachte nicht, daß in den Schlag⸗ wirthſchaften gewoͤhnlich ſaͤmmtliche Zubehoͤrungen ei⸗ nes laͤndlichen Beſitzthums in irgend einer feſten Cul⸗ tur ſtehen, daß deshalb wilde Weide fuͤr das Vieh