Jahrgang 
16 (1825)
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Dagegen hat die Schlagwirthſchaft von der Zeit an, als ſie durch von der Luͤhe bekannter geworden iſt, viel Wiederſacher gefunden und zu vielen Streitſchriften Veranlaſſung gegeben. Sie iſt in Mit⸗ tel⸗Deutſchland ſo verrufen, daß mehrere Beiſpiele aus aͤlterer und neuerer Zeit bekannt ſind, daß, wenn

Daß ſolches in vielen andern Gegenden Deutſch⸗ lands vordem eben ſo geweſen und gehalten iſt, be⸗ weiſen zur Genuͤge die, in allen Richtungen des Va⸗ terlandes vorfindlichen Ueberreſte ehemaliger Acker⸗ eultur, in wohlangelegten abgerundeten Ackerbeeten, welche bei Einfuͤhrung der Feldwirthſchaften in wilde Weide⸗ oder Holzreviere umgewandelt ſind.

Der gemeine Glaube geht dahin, daß dieſe Ueber⸗ bleibſel ehemaliger Ackercultur einer groͤßern Bevoͤl⸗ kerung Deutſchlands das Daſeyn zuzuſchreiben waͤ⸗ ren, welche durch Kriege aufgerieben und aus ihren Wohnſtaͤtten vertrieben waͤren.

Dies mag in Hinſicht ſolcher Gegenden gegruͤndet ſeyn, wo in meilenweiten Heiden und Waldungen ſich die Anzeigen ehemaliger Ackereultur finden. Aber gewiß kann jene Meinung nicht als richtig fuͤr ſolche Gegenden anerkannt werden, in denen die Menſchen wohnen geblieben ſind, und wo ſich in der Naͤhe der Doͤrfer ehemalige Ackereultur zeigt.

Außer den daͤniſchen Herzogthuͤmern ſcheint ſich der Wechſel zwiſchen Getreide⸗ und Grasbau noch in ei⸗ nem Theile der Schweiz. in einigen Gegenden Ty⸗ rols, Kaͤrnthens und Steyermarks erhalten zu haben, weruͤber Burger einige Nachrichten ertheilt.