Die Vermehrung des Ackerreichthums durch die Futter⸗ kräuter glaubt man gewöhnlich nur durch die abgefallenen Blätter und durch die zurückgebliebenen Wurzeln entſtanden; auch ſehen Einige z. B. bloß einen großen Vortheil darin, daß ſolcher Acker längere Zeit durch den Pflug nicht aufgelockert wird, und dadurch die den Wurzeln des Getreides nöthige Con⸗ ſiſtenz erhalte. Es iſt aber eher anzunehmen, daß dieſe Ver⸗ mehrung des Ackerreichthums hauptſächlich dadurch hervorge⸗ bracht werde, daß dieſe Pflanzen ſich mehr Atmosphärilien aneignen, als ſie zu ihrer Vegetation gebrauchen können, und daß ſie daher dieſe überflüſſigen Stoffe durch ihre Wurzeln wie⸗ der abſcheiden, und dadurch den Acker bereichern. Daß eine ſolche Abſcheidung bei den Vegetabilien ſtattfinde, wird jetzt wohl von keinem Pflanzen⸗Phyſiologen geläugnet, und iſt neuerlich durch de Candolles Verſuche klar erwieſen; und wie groß eine ſolche Abſcheidung ſeyn kann, beweiſen die Kartoffeln, welche doch nur eine Ablagerung des von der Kartoffelpflanze erübrigten Nahrungsſtoffes ſind. Kann nun eine ſolche große Ablagerung an den Wurzeln ſtattfinden, ſo kann auch eine eben ſo große Ausſcheidung durch die Wurzeln möglich ſeyn.
Die Aufgabe der Statik des Landbaues iſt es nun, für ein gegebenes Lokal die Beſtätigung oder die Abweichung von jenen allgemeinen Geſetzen der Vegetation, den Antheil und den Einfluß der einzelnen Potenzen auf die Production, die Eigen⸗ thümlichkeit der Pflanzen und des gegebenen Ackers zu ermitteln, in Zahlen auszuſprechen, und ſo, durch die Erfahrung und Be⸗ obachtung früherer Jahre geleitet, die wahrſcheinliche fernere Pro⸗ duction des Ackers, im Durchſchnitte von fruchtbaren und un⸗ fruchtbaren Jahren zu berechnen. Die Vegetation erleidet aber ſo unzählig verſchiedene Modiſicationen in Folge lokaler und klima⸗ tiſcher Einflüſſe, daß die Geſetze der Statik nur für ein be⸗ ſtimmtes Areal richtig und zutreffend ermittelt werden können. Aber Geſetze und Verhältnißzahlen, die für alle Lokalitäten gül⸗ tig ſeyn ſollen, werden ſich in den meiſten Fällen als falſch und unzweckmäßig erweiſen, obgleich deren mehrere von landwirth⸗ ſchaftlichen Schriftſtellern aufgeſtellt ſind. Nach Burger und von Wulffen muß man, um den Boden die Erſchöpfung
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