Jahrgang 
13 (1824)
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Zinſen aus ihm ſelbſt hervorgehn, ſondern vom Volke aufgebracht werden muͤſſen.

Der vermeinten Leichtigkeit der Abtragung, wozu dieſe Anſicht verfuͤhrte, iſt es hauptſaͤchlich zuzuſchreiben, daß man im Allgemeinen zu ſchnell zu Werke geſchritten iſt, um fuͤr den Staat Schul⸗ den zu contrahiren. Aber nicht genug, es kommt noch hinzu, daß ſie verleitet, es in den Bedin gungen eben ſo leicht zu nehmen, und um die Beduͤrfniſſe nur durch freiwillige Anleihen herbei⸗ ſchaffen zu koͤnnen, Zinſen zu bewilligen, welche nicht nur an und fuͤr ſich ſelbſt ſchwere Verpflich⸗ tungen auflegen, ſondern auch durch den hohen Zinsfuß, den ſie einfuͤhren, hoͤchſt nachtheilig auf die kraͤnkelnde Induſtrie zuruͤckwirken. Man be⸗ rechnet, daß ſich ein Kapital um ſo ſchneller ab⸗ traͤgt, je hoͤher der Zinsfuß iſt, und weil man ſich dadurch taͤuſcht, ſo ſteht man um ſo weniger an, hoͤhere Zinſen zu bewilligen, und wir ſehen daher Staaten jetzt Gelder zu den laͤſtigſten Be⸗ dingungen aufnehmen.

Das Uebelſte aber bei der beabſichtigten Art des Abtrages der Staatsſchuld iſt, daß die druͤckende Laſt nunmehr faſt ganz auf die Arbeit faͤllt und von ihr getragen werden muß, wo denn die ver⸗ derblichſte Wirkung nicht ausbleiben kann. Man