ein ſehr kritiſcher. Er verdient die genaueſte Be⸗ achtung und die geſpannteſte Aufmerkſamkeit un⸗ ſerer am Ruder ſitzenden Staatswirthe, um die Quellen der allgemeinen Unzufriedenheit, dieſem ſo bedenklichen Anzeichen unſerer Zeit, zu erforſchen. Um ihm begegnen zu koͤnnen, muͤſſen ſie das Uebel kennen und es in ſeinen Grundurſachen aufſuchen.
Ein geſunder Koͤrper ſtoͤßt in der Kraft ſei⸗ ner Lebensthaͤtigkeit den kranken Stoff aus, wel⸗ cher ihn bedroht, und macht ihn unſchaͤdlich. Wenn aber ein Uebel die Oberhand gewinnen und zerſtoͤ⸗ rend werden will, ſo kann man mit Recht auf ei⸗ nen geſchwaͤchten Zuſtand ſchließen, und wenn es nur ein gewoͤhnliches, an ſich nicht bedeutendes Uebel iſt, daran ermeſſen, wie ungeſund er, we⸗ nigſtens fuͤr den Augenblick, ſeyn muß.
Den Umſtand, daß die Preiſe der wichtigſten Erzeugniſſe der Nahrungsmittel auf einmal zu un⸗ erhoͤrt niedrigen Standpunkt herabſinken konnten, halte ich fuͤr eins der beunruhigendſten Zeichen der Zeit. Er ſcheint ein betruͤbendes Zeugniß abzule⸗ gen, wie ſehr der in ſeinen Grundfeſten erſchuͤt⸗ terte Wohlſtand geſunken ſeyn muß, um dieſen Fall moͤglich zu machen, und fuͤrchten zu laſſen, daß das Uebel tiefer eingegriffen haben koͤnne, als wir uns geſtehen moͤchten. Darf ich zwar die au⸗ genblickliche Kriſe aus oben auseinandergeſetzten Gruͤnden nur fuͤr einen voruͤbergehenden Zuſtand
A 2


